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Wolfgang Bauernfeind

12. Juli 2010
Google App Inventor Bild vergrößern 250 250 http://img3.magnus.de/Google-App-Inventor-r250x250-C-268fb591-31254751.jpg

Apps aus dem Baukasten: Google bringt "App Inventor"

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Das Bauen von Apps war bisher nur versierten Programmierern vorenthalten. Software Developers Kits mussten verwendet werden, um aus vielen Zeilen Code eine veritable App zu machen.

Immer wieder tauchten aber auch so genannte App-Baukästen auf, mit denen auch Lischen Müller ihre eigene App zusammenklicken konnte. Meist kam nicht mehr dabei heraus als ein simpler RSS-Reader. Apple verbot solcherleich Apps sogar gänzlich (wegen Überflutung), während Nokia über dem Ovi app wizard seinen Ovi Store mit eben solchen Reader-Apps aufpumpen lässt.

Google App Inventor Bausteine
Bild vergrößern 600 145 http://img3.magnus.de/Google-App-Inventor-Bausteine-r600x145-C-f966352d-32142068.jpg Aus Baustein für Baustein wird eine App © Quelle: Google
© Quelle: Google

Aus Baustein für Baustein wird eine App

Alles anders und augenscheinlich richtig macht es nun Google. Mit dem "App Inventor " sollen nun auch Normalsterbliche taugliche Apps hervorbringen können. Es handelt sich dabei um einen App-Baukasten, der sprichwörtlich mit Bausteinen arbeitet. Visuelle Baustein-Elemente repäsentieren Funktionen oder Schnittstellen, Töne oder Bilder. Man hängt Bausteine aneinander, verschachtelt und kombiniert sie und erhält damit in kurzer Zeit etwa eine App, die Textnachrichten vorließt, ein kleines Quiz für zwei darstellt oder Twitter-Nachrichten absetzen lässt. Auf der App Inventor-Seite von Google ist zu lesen, dass es in dem Programm "Bausteine für fast alles was man mit einem Android-Smartphone machen kann" gibt.

Keine Programmierkenntnisse nötig

Weiter behauptet Google, dass man zum Erstellen einer App kleinerlei Programmierkenntnisse brauchen würde. Man baut sich alles aus den Bausteinen zusammen. Ein Grundwissen für die Funktionsweisen von Applikationen sollte man allerdings schon haben. Denn es gibt Bausteine für das Verhalten von Speichervorgängen, für das Wiederholen von Aktionen und eben auch Bausteine für Schnittstellen - etwa zu Twitter. Die ausführlichen Anleitungen sollte man vorher studieren, wenn man eine umfangreichere App erstellen möchte. Ein Gespür für Ästhetik kann ebenfalls nicht schaden, denn auch die grafische Oberfläche will ein ansprechendes Design über den App Inventor bekommen. Einen kleinen Haken gibt es allerdings beim App Inventor: Einen Emulator bzw. Simulator gibt es noch nicht. Die selbsterstellte App kann man nur auf einem per USB angeschlossenen Android-Smartphone ausprobieren.

Google App Inventor
Bild vergrößern 600 369 http://img1.magnus.de/Google-App-Inventor-r600x369-C-81d65e6-32142071.jpg So sieht die Oberfläche des App Inventors aus. © Quelle: Google
© Quelle: Google

So sieht die Oberfläche des App Inventors aus.

Der App Inventor funktioniert auf Windows, Mac OS X und Linux. Java (6) ist Voraussetzung, genau so wie ein Googlemail-Account. Denn der App Inventor ist noch in den Beta-Phase - downloaden kann man ihn erst nach der Freigabe von Google. Leider gibt es noch keine Informationen darüber, ob oder wie man seine App im Android-Market veröffentlichen kann. Auch bleibt offen, ob die App von versierten Programmierern im offiziellen SDK (Software Developers Kit) weiterbearbeitet werden kann.

Einen kleinen Einblick in den App Inventor bekommt man in einem Video auf Youtube .

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