Cyber-Angriff

iCloud-Hack ein Fake? Apple dementiert den Angriff

Ist der Cyber-Angriff, bei dem Hacker Zugriff auf Millionen iCloud-Konten bekommen haben sollen, ein Fake? Apple behauptet jedenfalls, es habe keinen Angriff auf seine Systeme gegeben.

Apple, icloud

© Archiv

Apples Serviceangebot iCloud ist der Leim, der Apple-Geräte miteinander verbindet. das macht die Cloud gleichzeitig zu einem empfindlichen Angriffspunkt.

Apple dementiert die Gerüchte über einen angeblichen Cyber-Angriff auf seine iCloud-Speicher. Es habe keine Sicherheitslücke in den Apple-Systemen gegeben, sagte das Unternehmen der Technik-Seite Fortune​. Dies gelte sowohl für die iCloud als auch Apple ID. Die vermeintlichen Hacker haben angeblich Zugriff auf Millionen von Apple-Konten, wie wir in einem vorhergegangenen connect-Artikel​ bereits berichteten. Von Seiten Apples hieß es dazu, die Daten, die die Hacker als angebliche Beweise für ihre Attacke vorgelegt hatten, stammen nicht aus einem Angriff auf Apples Systeme. Eine Liste mit angebliche​n E-Mail-Adressen und Passwörtern​ stamme vermutlich aus früheren Hacker-Angriffen auf andere Dienste. Ein Teil der Daten soll von einem Angriff auf das Berufsnetzwerk LinkedIn im Jahr 2012​ stammen, der im vergangenen Jahr bekannt wurde.

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Es ist nicht unüblich für Hacker, bereits gestohlene Daten von früheren Cyberattacken für andere Zwecke zu recyceln. Oft wird beispielsweise versucht, die Daten bei anderen Online-Diensten einzusetzen, falls Nutzer bei mehreren Diensten gleiche Passwörter verwenden. Apple überwacht nach eigenen Aussagen die Sicherheit seiner Systeme, um unautorisierte Zugriffe auf Nutzerkonten zu verhindern. Das Unternehmen arbeitet auch mit Ermittlungsbehörden zusammen, um die Kriminellen zu entlarven. Gleichzeitig empfiehlt Apple seinen Kunden, stets starke Passwörter zur Sicherung der eigenen Accounts und Dateien zu verwenden.​ Außerdem sollten sie kein Passwort doppelt verwenden und Zwei-Faktor-Authentifizierung nutzen, um ihre Daten zu schützen.

Die Cyber-Kriminellen drohten Apple mit Remote-Löschung der gehackten Accounts, sollte das Unternehmen sich nicht an die Forderungen der Hacker halten. Bis zum 7. April habe Apple Zeit, 75.000 Dollar in Bitcoin oder Ethereum zu zahlen oder wahlweise 100.000 Dollar in iTunes-Gutscheinen. Apple gab laut Motherboard zu verstehen, man werde nicht auf die Forderungen eingehen. Haben die Hacker tatsächlich nichts in der Hand, wäre dies auch nicht nötig und die angeblich 300 oder gar 559 Millionen gehackten Accounts wären sicher. Apple-Nutzer, die die gleichen Zugangsdaten auch bei anderen Diensten nutzen, sollten dennoch sicherheitshalber ihre Passwörter ändern.

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