Cyber-Kriminalität

Illegaler Zugriff auf iCloud: Hacker erpressen Apple

Hacker haben sich angeblich Zugriff zu einem iCloud-Cache verschafft und erpressen Apple um mehrere tausend US-Dollar. 300 Millionen Apple-Accounts sollen betroffen sein.

Cloud Sicherheit

© kran77 / Fotolia.com

Hacker haben sich angeblich Zugriff zu einem iCloud-Cache verschafft und erpressen damit nun Apple.

Angeblich haben sich Hacker Zugriff zu einem von Apples iCloud-Speichern verschafft. Sie drohen damit, die Daten der gehackten iCloud-Accounts zu löschen, sollte Apple den Forderungen der Cyber-Kriminellen nicht nachkommen. Gefordert sind 75.000 US-Dollar in Bitcoin oder Ethereum - ebenfalls eine Kryptowährung - ​oder 100.000 US-Dollar in Form von iTunes-Gutscheinen. Bis zum 7. April hat Apple Zeit, auf die Erpressung zu reagieren.

Die Informationen stammen von der Technikseite Motherboard​. Offenbar haben die Hacker der Seite Beweise ihrer Tat in Form von Screenshots zukommen lassen. Darauf sollen Auszüge aus dem E-Mail-Verkehr mit Apples Sicherheitsteam zu sehen sein. Demnach hatten die Hacker auch ein Video auf YouTube​ veröffentlicht, in dem zu sehen ist, wie die Cyber-Kriminellen sich Zugriff auf die Apple-Accounts verschafften. In einer E-Mail sollen Apple-Mitarbeiter die Hacker aufgefordert haben, das Video von der Plattform zu nehmen.

Lesetipp: Apple stellt günstiges iPad für 399 Euro vor

Außerdem habe ein Mitarbeiter des Sicherheitsteams erklärt, Apple werde Cyber-Kriminelle nicht dafür belohnen, dass sie das Gesetz brechen. Man werde den Kommunikationsverlauf mit den Hackern an entsprechende Ermittlungsbehörden schicken.

Die Hacker behaupten, Zugriff auf 300 Millionen E-Mail-Accounts zu haben, die unter anderem über Domains von @icloud und @me laufen. Jedoch gibt es auch Ungereimtheiten, schreibt Motherboard. Einer der Hacker habe behauptet, Zugriff auf insgesamt 559 Millionen Accounts zu haben. Beweise dafür liegen offenbar nicht vor. Auch ob der gezeigte E-Mail-Verkehr zwischen den Hackern und dem Apple-Team überhaupt echt war, konnte Motherboard nicht verifizieren.

Apple hat gegenüber Motherboard nicht auf Anfragen zu einer Stellungnahme bezüglich des Erpressungsvorfalls​ reagiert.

Mehr zum Thema

Logo, WhatsApp
Sicherheitslücke beim SMS-Ersatz

WhatsApp speichert die History unter iOS unverschlüsselt in der iCloud. Die bequeme Datenübertragung stellt also ein Sicherheitsrisiko dar.
Apple, icloud
Safari Browserverlauf löschen

Informationen zu besuchten Webseiten sollen sich laut Experten auch nach vermeintlicher Löschung noch finden lassen.
Apple, icloud
Cyber-Angriff

Ist der Cyber-Angriff auf Apples iCoud-Speicher gar nicht echt? Der Konzern behauptet jedenfalls, es habe keinen Angriff auf seine Systeme gegeben.
iCloud Zwei-Faktor-Authentifizierung
iPhone aus der Ferne löschen

Wurden die Apple-Zugangsdaten gestohlen, kann ein Angreifer über die Funktion "Find My iPhone" trotz Zwei-Faktor-Authentifizierung das iPhone löschen.
Edward Snowden JBFOne
Überwachungsgefahr

Edward Snowden warnt vor einem Missbrauch der Face ID im iPhone X. Die Gefahr geht dabei offenbar vor allem von Drittanbietern aus.
Alle Testberichte
Samsung Galaxy Note 8
Samsung-Smartphone mit Dual-Kamera
87,6%
Das Samsung Galaxy Note 8 ist ein Smartphone der Superlative mit Riesen-Display und beeindruckender Leistung. Wir haben…
Festnetztest Ewe Logo
connect Festnetztest 2017
Trotz Schwächen vor allem in der Sprachkategorie schneidet der Regionalanbieter EWE im Festnetztest 2017 gut ab. Lesen Sie hier das Testurteil.
Samsung Galaxy A3 rosa
Testberichte
Alle Tests von Smartphones, Handys, Tablets, Navis, Notebooks und Ultrabooks, DECT-Telefonen und DSL-Routern in der Übersicht.