Sicherheit

Apple Transparenzbericht: Besonders viele Daten-Abfragen aus Deutschland

Apple hat seinen Transparenzbericht für Behördenanfragen für das zweite Halbjahr 2015 vorgelegt. Deutsche Behörden haben 11.989 Geräte-Anfragen an Apple gestellt – deutlich mehr als US-Behörden.

Apple iPhone 6s

© Apple

Apple iPhone 6s

Nicht die US-Behörden sondern deutsche Behörden fragen besonders häufig bei Apple nach, um Geräteinformationen zu iPhones und iPads bekommen. Allein im zweiten Halbjahr 2015 kamen 11.989 Anfragen zu 31.360 Geräten aus Deutschland. Im gleichen Zeitraum wurden lediglich 4.000 Anfragen zu 16.112 Geräten von US-Behörden gestellt, wie der neuste Halbjahres-Transparenzbericht von Apple zu Informationsanfragen von Behörden offenlegt.

Lediglich aus Polen kamen noch mehr Geräteabfragen - vor allem Zoll- und Steuerbehörden. Weltweit summierten sich im Berichtszeitraum die Anzahl der Anfragen auf 36.687 Stück zu mehr als 167.000 Geräten.

Hintergrund für die auf Geräte bezogenen Abfragen waren Diebstahl oder Verlust eines iPhones oder iPads. Wobei in der Regel Name und Adresse des Besitzer abgefragt werden. Bei 52 Prozent der deutschen Anfragen hat Apple zumindest einen Teil dieser Informationen an die Behörden weitergegeben.

1800 Abfragen von Sicherheitsbehörden

Im Berichtszeitraum erhielt Apple aber auch 1.800 Anfragen von Sicherheitsbehörden. 130 Anfragen kamen aus Deutschland, 1015 Anforderungen aus den USA. Bei diesen Anfragen geht es um Daten aus iCloud- und iTunes-Konten und um Inhalte wie E-Mails, Kontakte, Kalenderdaten, Fotos, Lesezeichen und mehr.

Bei der Abfrage von iCloud/iTunes-Daten handelt sich um Durchsuchungsbefehle der Sicherheitsbehörden, die von Apple Anwälten überprüft werden bevor sie die Daten oder einen Teil davon an Behörden weitergeben.

Die Zahl der Behördenanfragen nehmen zu

Bei den deutschen Anfragen hat Apple in 52 Prozent der Fälle Daten herausgegeben. Bei den US-Fragen lag die Quote sogar bei 82 Prozent. Interessanterweise hat sich die Zahl der abgefragten Konten in den USA im Vergleich zum ersten Halbjahr 2015 fast verdoppelt. Ein Trend der sich in vielen Ländern feststellen lässt.

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