Blackberry World 2012

Blackberry Playbook soll Polizei unterstützen

RIM zeigt auf der Hausmesse Blackberry World wie das Playbook in Polizeifahrzeugen zum Einsatz kommen kann.

Blackberry Playbook soll Polizei unterstützen

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Blackberry Playbook soll Polizei unterstützen

Das Auto, das in den Showcases des Blackberry World Congresses die Blicke auf sich zieht, scheint einer Neuauflage des Endzeitthrillers Mad Max entsprungen zu sein: Mächtige Kuhfänger zieren die Front, die hinteren Seitenscheiben sind mit schweren Metallstreben vergittert, die als Vollplastikschale ausgeführte Rückbank mag zu allem einladen, außer zum Sitzen, und unter der Haube brabbelt ein Achtzylinder, der von Ökogedanken soweit entfernt ist wie ein Double-Cheeseburger von Vollwertkost. Klar, das ist Amerika.

Doch dieses Fahrzeug soll nicht nur Furcht einflößen, sondern auch im Bezug auf Innovation Zeichen setzen und den angeschlagenen Haushalt aller Staaten massiv entlasten. Ermöglichen soll dies ein Blackberry Playbook, das die bisher eingesetzten Notebooks ersetzen und nur 1000 statt 5000 Dollar kosten soll.

Hinter dem Konzept stecken die D & R Electronics (www.dandrelectronics.com) und die Mobile Innovations (mobinnoco.com), die das Playbook mit allen Funktionen ausstatten, die ein Polizist so braucht. Aus den eingebundenen Apps heraus lässt sich beispielsweise die Sirene und das Blaulicht steuern, eine Textbotschaft wie "bitte folgen" erstellen, die über ein ausklappbares Display auf dem Fahrzeugdach ausgegeben wird oder auch auf Kartendaten zugreifen.

Hinzu kommen Apps, die bei Verwaltungsaufgaben unterstützen: so stehen browserbasierte Formulare - umgangssprachlich als Ticket oder Knöllchen bekannt - zur Verfügung und es lassen sich die täglichen Aufgaben abrufen. Aber auch Personalien oder Fahrzeugdaten. Gerade hier kommen die Sicherheitsanforderungen ins Spiel, die D & R gezielt zum Blackberry greifen ließen.

Und falls die Behörden auf allen Ohren taub sind, dann zieht vielleicht folgendes Argument: mit Formularvordruck und direkter Ausgabe auf dem im Fahrzeug integrierten Drucker lassen sich in der gleichen Zeit mehr Tickets ausstellen. Und dann noch 75 % günstiger als die bisher verwendete Hardware - da stehen die Chancen nicht schlecht, dass aus dem Prototyp rasch ein Serienfahrzeug werden kann. Schließlich soll sich das System in jedes Fahrzeug integrieren lassen. Also auch in die mit weniger martialischem Auftritt.

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