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O2-E-Plus-Fusion

Carlos Slim will E-Plus-Mutter KPN übernehmen

E-Plus Unternehmenszentrale 2011
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Milliardär Carlos Slim will die E-Plus-Mutter KPN kaufen. Scheitert dadurch der Verkauf von E-Plus an O2?

Der mexikanische Milliardär Carlos Slim plant den niederländischen Telekommunikations-Konzern KPN zu übernehmen, die Muttergesellschaft von E-Plus. Slim war bereits 2012 bei KPN eingestiegen und hält inzwischen mit seinem TK-Konzern America Movil 29,8 Prozent von KPN.

Wie KPN jetzt mitteilte, hat Slim den übrigen Aktionären 2,40 Euro pro KPN-Aktie geboten. Die KPN-Aktie notiert zurzeit bei etwa 2 Euro, damit liegt das Angebot rund 35 Prozent über dem Durchschnittskurs der vergangenen 30 Tage.

Interessant wird das Übernahmeangebot vor dem Hintergrund, dass die O2-Mutter Telefonica die deutsche KPN-Tochter E-Plus kaufen will und eine Fusion von O2 und E-Plus in Deutschland plant.

Mehr Infos: O2-E-Plus-Fusion - was ändert sich für die Kunden?

Slim gilt als Gegner dieser Übernahme, da er das O2-Angebot über 8 Milliarden Euro als zu niedrig einstuft. Eine mögliche Folge seiner KPN-Übernahme könnte sein, dass der Verkauf von E-Plus an O2 doch noch in letzter Sekunde scheitert.

Zudem könnten die Kartellbehörden die Fusion verhindern. Die hatten sich Ende Juli kritisch zur Fusion geäußert. "Die Verringerung von vier auf drei Anbieter ist wettbewerbsrechtlich alles andere als ein Selbstläufer, zumal gerade E-Plus in der Vergangenheit beim Preiswettbewerb besonders aktiv war", sagte der Präsident des Bundeskartellamtes, Andreas Mundt, gegenüber dpa. Denkbar wäre, dass das Unternehmen für eine Genehmigung Frequenzspektrum abgeben muss.

 
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