Eurovision Song Contest 2013

Dänemark gewinnt den ESC

Emmelie de Forest setzte sich am späten Samstagabend beim Finale des ESC 2013 in Malmö durch. Für die deutschen Teilnehmer gab es ein enttäuschendes Ergebnis. Und der eigentliche Star des Abends war noch jemand ganz anderes.

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© Eurovision

Die dänische Sängerin siegte mit dem Lied "Only Teardrops" mit 281 Punkten vor Aserbaidschan (234 Punkte) und der Ukraine (214). Emmelie de Forest war im Vorfeld der Sendung bereits als heiße Aspirantin für den Titel gehandelt worden. Die für Deutschland ins Rennen gegangene Band Cascada um Sängerin Natalie Horler bekam nach einem energiereichen Auftritt, bei dem indes nicht alle Töne getroffen wurden, nur 18 Punkte und landete damit auf dem 21. Platz.

Alle Ergebnisse sehen Sie in der folgenden Tabelle. Welches Land welchem Kandidaten wie viele Punkte gegeben hat, erfahren Sie hier (bitte zur Seitenmitte herunterscrollen).

Download: Ergebnisliste Eurovision Song Contest 2013

Wie jedes Jahr setzten die Teilnehmer auch beim Eurovision Song Contest 2013 auf verschiedene Mittel, um die Gunst der Expertenjurys und Zuschauer zu gewinnen. Die einen nutzten wie  Alyona Lanskaya aus Weißrussland besonders kurze Kleider, andere setzten auf einprägsame Auftritte wie Zlata Ognevich aus der Ukraine, die sich von einem 2,20 Meter großen Mann hereintragen ließ. Wieder andere versuchten mit besonders aufwendigen Choreografien oder besonderen, zumeist flammenreichen Effekten ihr Glück.

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Das eigentliche Highlight war jedoch auch beim ESC 2013 wieder der für das deutsche Fernsehen eingesetzte Kommentator Peter Urban, der gewohnt unterhaltsam und ehrlich seine Meinung zu den Auftritten kundtat. So bedachte er die Leistung von Andrius Pojavis für Litauen, der im Refrain von seinen Schuhen sang, man solle dranbleiben, "es wird besser".

So jedoch nicht bei Spanien. Den von Nervosität geprägten Auftritt der Sängerin der Gruppe El Sueno De Morfeo strafte Urban harsch ab: "Die Lehrerband und ihr gelber Kanarienvogel. Hätte der doch nur nicht so ein dünnes Stimmchen." Kaum besser kam auch der Auftritt Weißrussland weg: "Selten wurden Latino-Beats ungelenker und steifer getanzt. Da muss unbedingt noch mal Jorge Gonzalez ran."

Von den übrigen Auftritten erwähnenswert waren vor allem der rumänische (Urban: "Modern Talking wiedergeboren als Graf Dracula, der gerade neue Opfer gefunden hat.") sowie Bonnie Tyler, die für Großbritannien an den Start gegangen war und trotz aller Bühenerfahrung besonders zu Beginn einen etwas unsicheren Eindruck machte. Die 61-Jährige sang zu zurückgenommener Bühnenshow die durchaus eingängige Ballade "Believe In Me", erreichte damit jedoch nur 23 Punkte und damit den 19 Platz. Rumänien beendete den Wettbewerb mit 65 Punkten auf Rang 13.

Einen überaus peinlichen Patzer erlaubte sich Lena Meyer-Landrut, die aus Hamburg die von Deutschland vergebenen Punkte vortragen sollte. Dabei verhaspelte sie sich und versah versehentlich Norwegen mit zehn Zählern, die tatsächlich für Dänemark bestimmt waren.

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Die Punktevergabe erfolgt in allen Ländern zu 50 Prozent durch Abstimmung der Zuschauer, zu 50 Prozent durch eine fünfköpfige Expertenjury. Für Deutschland setzte sich diese aus der Gewinnerin von 2010, Lena Meyer-Landrut, Sänger Tim Bendzko, den Sängerinnen Alina Süggeler (Frida Gold) und Carolin Niemczyk (Glasperlenspiel) sowie Schlagersänger Florian Silbereisen zusammen.

Das große ESC-Finale fand nach 1992 bereits zum zweiten Mal im schwedischen Malmö statt. Jährlich verfolgen rund 120 Millionen Menschen den weltweit größten Gesangswettbewerb. Er wird in 44 Länder übertragen, darunter ist auch Australien. Moderiert wurde er in diesem Jahr von der schwedischen Komikerin Petra Mede.

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© Eurovision/Sander Hesterman (EBU)

Natalie Horler und ihre Band Cascada konnten beim ESC nicht glänzen. Sie landeten auf Platz 21.
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© NDR/Christian Spielmann

Peter Urban kommentiert den ESC seit 1997.

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