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Digitale Dividende: Versteigerung 2009
Nach Aussagen des Bundesnetzagentur-Präsidenten Matthias Kurth gegenüber der Zeitung Welt sollen noch 2009 die Frequenzen der so genannten Digitalen Dividende und neue UMTS-Frequenzen für den drahtlosen Breitbandzugang zum Internet versteigert werden.
Dazu veröffentlichte die Bundesnetzagentur jetzt ein Papier mit Eckpunkten für die Vergabe von Frequenzen im Bereich von 790 MHz bis 862 MHz. Darin heißt es unter anderem, das Potenzial der Digitalen Dividende solle zügig genutzt werden, um die Versorgung mit breitbandigen Internet-Anschlüssen insbesondere auf dem Land zu fördern.
Die Vergabe der Frequenzen setze aber voraus, dass möglichst viele Aktivitäten zeitlich parallel erfolgen und eine intensive und zügige Zusammenarbeit aller Beteiligten erfolge. Die Bundesregierung hatte kürzlich gefordert, alle noch nicht mit Breitband versorgten - vor allem ländliche Gebiete - Gegenden bis 2010 mit einem schnellen Internet-Zugang auszustatten.
Diese weißen Flecken auf der Breitband-Karte Deutschlands sollen jetzt zumindest vorübergehend über eine drahtlose Anbindung erschlossen werden. Die Vorbereitung für die Versteigerung der UMTS-Lizenzen ist beinahe abgeschlossen, um ein zeitaufwändiges Verfahren für die Digitale Dividende anzustrengen, soll diese gleich mit aufgenommen werden.
Laut dem Bericht der Welt erwartet Kurth für die UMTS-Versteigerung keinen Boom wie im Jahr 2000. Damals wurden sechs UMTS-Lizenzen für 50 Milliarden Euro versteigert. Zwei der Lizenzen wurden wieder zurückgegeben, nachdem klar war, dass die Lizenznehmer die daran geknüpften Bedingungen nicht erfüllen konnten oder wollten.
Zurzeit erarbeitet die Bundesnetzagentur die Rahmenbedingungen, um die Digitale Dividende nutzen zu können. Die Frequenzen können nur genutzt werden, so heißt es in dem Papier der Behörde, wenn die effiziente und störungsfreie Frequenznutzung sichergestellt ist. Verschiedene Verbände haben deshalb schon Bedenken angemeldet (connect berichtete).
Beispielsweise könnten Störungen in benachbarten Rundfunk- und Mobilfunkanwendungen eintreten. Die Bundesnetzagentur arbeitet an der Lösung zur Vermeidung derartiger Störungen. Im Bereich der drahtlosen Mikrofone sollen rechtzeitig alternative Frequenzbereiche zur Verfügung stehen.
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