Musikindustrie

Downloads und Streamings sorgen für Plus

Der Bundesverband Musikindustrie (BMVI) teilte mit, dass die Umsätze des deutschen Musikmarktes im ersten Halbjahr des Jahres wieder gestiegen sind. Vor allem das Musikstreaming und Downloads aus dem Internet sind für das Plus verantwortlich.

Musik-Streaming vom PC

© style-photography.de - Fotolia.com

Musik-Streaming vom PC

Die Umsätze am deutschen Musikmarkt steigen wieder, so der Bundesverband Musikindustrie am 19. August 2013. Nach vielen Jahren negativer oder gleich bleibender Zahlen ist dies das erste positive Zeichen für die Musikbranche. So soll der Umsatz aus physischen und digitalen Musikverkäufen um 1,5 Prozent angewachsen sein. Dies bedeutet einen Mehrumsatz von 660 Millionen Euro. Vor allem die digitalen Musikverkäufe wie Downloads oder Streamings boomten mit 16 Prozent plus im Vergleich zum Vorjahr. Die physischen Tonträger wie CDs oder Schallplatten fielen im Gegensatz dazu um 2,5 Prozent zurück.

Laut Dr. Florian Drücke, Geschäftsführer des BVMI, sei außerdem eine "positive Stabilisierungstendenz" zu verfolgen. Dass die heutige Gesellschaft mehr auf digitale Medien baut, als auf Physische geht hierzulande, zum Glück nicht auf Lasten des Gesamtmarktes. Jedes Medium hat seine Vorteile und wird dadurch von unterschiedlichen Milieus in Anspruch genommen. So ist der Ton von den altbewährten Schallplatten immer noch besser, als der von CDs, argumentiert Drücke.

Trotz dem Trend zu digitalen Medien, werden auch weiterhin physische Tonträger in Deutschland verkauft und verkörpern, mit einem Umsatzanteil von 75,5 Prozent, die große Stütze der deutschen Musikindustrie. Trotz dem Rückgang in den Allgemeinkäufen der CDs und Schallplatten, hält die CD immer noch einen Anteil von 67,5 Prozent auf dem Gesamtmarkt. Die Schallplatte kann sich sogar mit einem Anstieg von 30 Prozent rühmen. Damit macht sie 1,8 Prozent des Gesamtmarktes aus. Nach Meinung des BVMI ist dies eine weitere Nebenwirkung der Milieu-Gesellschaft in der wir heute leben: Unterschiedliche Lebensauffassungen erfordern individuellen Musikgenuss auf individuellen Tonträgern.

Spotify, Simfy & Co.: Apps fürs Musik-Streaming

Das Downloadgeschäft kann auf dem Gesamtmarkt inzwischen mit 20 Prozent glänzen. Das relativ junge Marktsegment wuchs im Vergleich zum Vorjahr um 5,3 Prozent. Am meisten Erfolg verzeichnete jedoch das sogenannte Streaming. Es verdoppelte seinen Marktanteil mit einem Umsatzanstieg um 105 Prozent. Somit ist der Gewinner des Wachstumspotenzials nun bei 4,6 Prozent des Marktanteils.

Gesamtübersicht über die verschiedenen Marktsegmente im ersten Halbjahr 2013

© BMVI

Mehr zum Thema

image.jpg
Musikstreaming

Laut eines Medienberichts ist Twitter an dem deutschen Start-up Soundcloud interessiert. Eine Übernahme ist derzeit jedoch nicht in Sicht.
Der Streaming-Dienst Amazon Prime Music wird nun in den USA angeboten.
Streaming-Dienst

Die Gerüchte zum Streaming-Dienst Amazon Prime Music haben sich bestätigt. Nach dem Start von Amazon Prime Instant Video bietet Amazon in den USA…
WiMP HiFi-Test
HiFi-Test

HiFi-Sound oder komprimierte Audiodatei? Mit dem HiFi-Test von WiMP kann man die Wiedergabequalität seines Audiosystems überprüfen.
Linn Events
Linn Events

Linn führt seine Exakt-Systeme im Rahmen von Händlerevents in ganz Deutschland vor. Dort kann man die Exakt-Technologie, die Musik verlustfrei bis…
Apple iTunes: Logo
Musik-Steaming

Apple hatte für drei Milliarden US-Dollar Beats übernommen und setzt künftig wohl verstärkt auf das Streaming-Geschäft. Beats soll in iTunes…
Alle Testberichte
Acer Switch Alpha 12
Detachable
75,4%
Das Acer Switch Alpha 12 ist das erste lüfterlose 2-in-1-Gerät mit Core-i-Prozessor. Im Test hinterlässt es einen…
Huawei P9 Plus
5,5-Zoll-Smartphone
88,0%
Huawei optimiert das P9 und heraus kommt ein echter Überflieger: Wir haben das Huawei P9 Plus getestet.
Samsung Galaxy A3 rosa
Testberichte
Alle Tests von Smartphones, Handys, Tablets, Navis, Notebooks und Ultrabooks, DECT-Telefonen und DSL-Routern in der Übersicht.