Nutzer-Studie der RWTH-Aachen

Mitmachen und Handy-Funktionen mitgestalten!

Vom statischen User Interface zum persönlichen Assistenten: Bestimmen Sie selbst, was Ihr Smartphone automatisch für Sie erledigen kann. Das Projekt Emotio der RWTH Aachen macht's möglich.

Handy Lifestyle

© E-Plus

Handy Lifestyle

Wie schön wäre ein Smartphone, das während Terminen und Besprechungen automatisch die Klingeltöne ausschaltet. Die Termine könnte es ja aus dem Kalender auslesen.

Oder eines, das auf dem Heimweg, wenn es in die Bluetooth-Freisprecheinrichtung des Autos eingebucht ist, fünf Kilometer vor dem Ziel zu Hause anruft, damit man Bescheid sagen kann?

Oder wie wäre ein Smartphone, das über Nacht alle Alarme auf sehr kleine Lautstärke stellt, die Tonlage in der Lieblingskneipe aber auf volle Pulle regelt?

Mag sein, dass keines der beschriebenen Szenarien für Sie relevant ist. Sie haben aber eigene Ideen, was ein Smartphone automatisch erledigen soll, um Ihnen praktisch zur Seite zu stehen? Kein Problem, da hätten wir etwas für Sie!

Emotio: Persönliches User Interface gestalten

Emotio stellt einen Werkzeugkasten zur Verfügung, mit dem der Nutzer seinem Smartphone neue, den eigenen Vorlieben angepasste Funktionen erstellen kann.

Denn oft können persönliche Bedürfnisse durch die angebotenen Funktionen eines Betriebssystems nicht abgedeckt werden - nicht zuletzt, weil die Entwickler gar nicht wissen, was die Kunden im Einzelnen alles wünschen.

An diesem Punkt setzt das vom Land Nordrhein-Westfalen geförderte, an der Universität Aachen vom Werkzeugmaschinenlabor in Zusammenarbeit mit P3 communications durchgeführte Projekt Emotio an.

Als Pilot-Sektor haben die Forscher aus Aachen Android-Smartphones auserkoren, für die mit der Tasker-App ein umfangreiches Konfigurationstool zur Verfügung steht. Dank seiner Funktionsfülle ermöglicht es weitreichende Eingriffe in die Smartphone-Funktionalität, braucht dafür aber auch weitreichende Rechte. Gut, dass die App bewährt ist und das Projekt vom Datenschutzbeauftragten der RWTH Aachen überwacht wird.

Mitbauen an der Zukunft

Mit der Wahl des Smartphones als Forschungsobjekt bietet sich natürlich die technisch interessierte connect-Leserschaft als Teilnehmer an dem zwei Monate dauernden Forschungsprojekt an.

Wer also Lust hat, aus seinem Android-Smartphone neue Funktionen herauszuholen und gleichzeitig die Richtung mitzubestimmen, in die die Betriebssystementwicklung in Zukunft geht, kann unter der Internetadresse der RWTH Aachen mitmachen.

Hier steht ein Interface zur Verfügung, mit dem sich ungeheuer viele Funktionen auf dem Smartphone automatisieren lassen - der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Die anonymisierte Analyse der Daten erlaubt es den Forschern der RWTH Aachen wie beschrieben zu ermitteln, welche Möglichkeiten des User Interfaces in kommenden Betriebssystemen wichtig sind.

connect wird natürlich nach Projektschluss ausführlich über die Ergebnisse berichten. Als kleines Dankeschön bekommen die 150 zuerst registrierten, aktiven Teilnehmer vom Projektträger zudem je einen Zehn-Euro-Einkaufsgutschein für Amazon.

So sind Sie dabei

Wenige Schritte genügen, um Teilnehmer beim Emotio-Forschungsprojekt zu werden. Wie es geht, steht hier.

  • Bei der Studie anmelden können Sie sich unter https://emotio.rwth-aachen.de mit
  • "Account erstellen".
  • Daraufhin bekommen Sie einen digitalen Schlüssel per E-Mail zugesandt, mit dem Sie sich erstmals einloggen und unter "Downloads" die Tasker- und Emotio-App auf Ihr Smartphone herunterladen können.
  • Die ebenfalls dort verfügbare Quickstart-Anleitung hilft Ihnen bei der Installation und den ersten Schritten zur Nutzung der Apps.
  • Nun können Sie loslegen, indem Sie aus der "Profilbörse" bestehende Profile laden oder unter "Konfigurator" Ihre eigenen Profile entwickeln.

connect ist auf Ihre Fantasie gespannt!

Emotio Studie

© Hersteller

Emotio Studie

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