
"Er inspirierte Menschen, das Unmögliche zu tun"
"Die Welt hat einen Visionär verloren" - Politiker, Freunde und Konkurrenten zeigen Anerkennung für den langjährigen und gestern verstorbenen Apple-Chef. Reaktionen zum Tode Steve Jobs'.
Apple trägt Trauer: Wer heute auf die Homepage von Apple klickt, blickt in das nachdenkliche Gesicht des Apple-Mitbegründers und sieht seine Lebensdaten. Auf der zweiten Seite ist zu lesen: "Apple hat ein visionäres und kreatives Genie verloren. Und die Welt einen außergewöhnlichen Menschen. Wer das Glück hatte, Steve kennenzulernen und mit ihm zu arbeiten, hat einen Freund und inspirierenden Mentor verloren. Steve hinterlässt ein Unternehmen, das nur er so aufbauen konnte, und sein Geist wird Apple für immer prägen." Für Beileidsbekundungen hat Apple ein elektronisches Kondolenzbuch eingerichtet.
Der Apple-Vorstand erklärte weiter: "Steves Brillanz, seine Leidenschaft und Energie waren die Quelle der unzähligen Neuheiten, die unser aller Leben bereichert und verbessert haben. Die Welt ist unermesslich besser durch Steve."
Die Meilensteine von Apple
1 von 7Der Apple II
Das Modell kam 1977, ein Jahr nach der Gründung von Apple, auf den Markt und löste weltweit die erste Begeisterungswelle für Heimcomputer aus.
Steve Job war schwer krank und im August als Konzernchef zurückgetreten. Er könne seine Aufgaben nicht länger erfüllen, schrieb Jobs damals. Er blieb dem Konzern aber als Chef des Aufsichtsrates erhalten und hatte damit weiterhin ein gewichtiges Wort mitzureden. Bei der Vorstellung des neuen iPhones 4S am Dienstag tauchte er zur Enttäuschung der Investoren nicht auf. Die Veranstaltung leitete der neue Apple CEO Tim Cook.
Jobs Google
Microsoft-Mitgründer Bill Gates, jahrzehntelanger Konkurrent von Steve Jobs, erklärte: "Ich habe Steve vor etwa 30 Jahren zum ersten Mal getroffen, wir waren Kollegen, Mitbewerber und Freunde über mehr als die Hälfte unserer Leben."
US-Präsident Barack Obama zählt Jobs "zu den größten amerikanischen Erfindern" und führt weiter aus: "Die Welt hat einen Visionär verloren."
"Visionen" und "Visionär" sind die meistverwendeten Begriffe, wenn es um Steve Jobs geht, und so beschreibt auch Microsoft-Chef Steve Ballmer Steve Jobs als einen der "Gründer unserer Industrie" und "wahren Visionär."
Der Samsung Geschäftsführer und Vize-Vorsitzende Choi bezeichnete Jobs als "innovativen Geist" und meinte, dass "seine Errungenschaften den Menschen in aller Welt für immer im Gedächnis bleiben."
Steve Jobs starb am Mittwoch im kalifornischen Palo Alto im Alter von nur 56 Jahren, wie das Unternehmen in Cupertino bei San Francisco bestätigte. Jobs litt schon seit langem an Krebs. Erst im August hatte er die Führung der Geschäfte abgegeben. Maßgeblich trug er dazu bei, dass heute in fast jedem Haushalt ein Computer steht. Auch der Musikspieler iPod, das Mobiltelefon iPhone und der Kleincomputer iPad gelten als seine Schöpfungen.
Weitere Infos:
Steve Jobs - Branche würdigt Visionär
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