iPhone 5Erste iPhone-5-Modelle angeblich im Umlauf
Das iPhone 5 ist bereits fertig entwickelt und wird nun für die Serienproduktion vorbereitet, schreibt das Blog 9to5mac.com. Mehrere Prototypen, die sich leicht voneinander unterscheiden, seien schon im Umlauf.
Das iPhone 5 soll diesmal wieder im Sommer vorgestellt werden und nicht wie das iPhone 4S erst Anfang Herbst. 9to5mac beruft sich dabei auf einen Mitarbeiter beim Apple-Auftragsfertiger Foxconn. Seine Aussagen könne man ernst nehmen, erklärt das Blog – er sei im letzten Jahr einer der Ersten gewesen, die korrekt vorhersagten, dass Apple ein iPhone 4S statt eines 5er-Modells vorstellen wird.
Gegenüber 9to5mac plauderte er jetzt auch erste Details zu Ausstattung und Design aus. Alle Prototypen sollen ein 4-Zoll-Display haben, das von LG produziert wurde. Bisher hatten alle iPhone-Generationen ein 3,5 Zoll großes Display. Auch das Design unterscheidet sich angeblich grundlegend von der aktuellen Modellreihe iPhone 4 und 4S. Details dazu verriet er aber nicht. Ein gewölbtes oder spitz zulaufendes Design wurde immerhin von dem Foxconn-Mitarbeiter ausgeschlossen. Alle iPhone-5-Prototypen hätten ein Gehäuse, das über die gesamte Länge gleich dünn ist. Ob Apple wieder Glas und Metall verwendet, ließ er offen.
Erst vor einigen Tagen behauptete das Blog Apple Insider, dass das neue iPhone erstmals mit der neuen schnellen Funktechnik LTE ausgestattet sein wird. Gleichzeitig soll es dünner sein als das aktuelle 4S-Modell.
Was davon stimmt, wird man aber erst in einigen Monaten erfahren. Apple ist schließlich für seine Geheimniskrämerei bekannt. Dass vor der offiziellen Produktvorstellung mehr durchsickert, als ein paar Gerüchte, ist äußerst unwahrscheinlich. Sicher ist nur eines: das erfolgsverwöhnte Unternehmen hat 2012 einiges vor. Experten rechnen mit einem neuen iPad im Februar, dem etwas später neue Macbooks folgen dürften. Gekrönt werden könnten die Apple-Neuvorstellungen dann von einem iPhone 5 im Sommer.
iPad 3 und iPhone 5 – die neuesten Apple-Gerüchte im Überblick
Mit dem Tod von Steve Jobs hat Apple seine Gallionsfigur verloren. Der visionäre Vordenker hat den Aufstieg von iPhone und iPad erst möglich gemacht. 2012 muss sein Nachfolger Tim Cook beweisen, dass Apple auch ohne Jobs erfolgreich sein kann.
Wie wichtig Jobs für Apple war, zeigt ein Gerücht, das Ende Dezember vom chinesischen Wirtschaftsblatt "Economic Daily News" gestreut wurde. Demnach soll das iPad 3 ab dem 24. Februar 2012 – dem Geburtstag von Steve Jobs – erhältlich sein. Zum Start stehen angeblich mehr als vier Millionen Geräte des Apple-Tablets zum Verkauf bereit.
Ein paar Tage später legte das IT-Branchenportal Digitimes mit der Behauptung nach, den Produktvorstellungstermin zu kennen: Apple werde das neue Tablet am 26. Januar präsentieren – an diesem Tag eröffnet die Apple-Fanmesse MacWorld Expo in San Francisco.
Dieses Gerücht hat allerdings einen kleinen Schönheitsfehler. Apple kündigte bereits 2009 seinen Rückzug von der traditionsreichen Messe an, die vom Medienunternehmen IDG organisiert wird. Die Macworld Expo findet bereits seit 2 Jahren ohne einen Apple-Messestand statt – mit Erfolg.
Aber Digitimes will auch Details zur Ausstattung erfahren haben – und hier wird es spannend: Gleich zwei neue Varianten des Tablet-Rechners mit einer schärferen Bildschirm-Auflösung und einem schnelleren Prozessor sollen für 2012 geplant sein.
Worin sich die beiden Modelle unterscheiden, lässt Digitimes offen und versucht sich stattdessen in einer Marktanalyse. "Während das iPad 2 im preissensiblen Marktsegement mit dem Amazon Kindle Fire konkurriert, werden die neuen Modelle im Midrange- und Highend-Segment platziert", erklärt das Portal nebulös. Im Bild ist das Kindle Fire zu sehen.
Es bleibt angeblich bei 9,7 Zoll: die Anzeige soll zwar genauso groß sein wie bei den Vorgängern, mit 1536 x 2048 Pixel aber eine viel höhere Auflösung bieten. Der japanische Elektronikriese Sharp soll mit seiner IGZO-Technologie der Hauptlieferant für die superscharfen Displays sein. Im Bild ist die Funktionsweise der neuen Panels zu sehen, weitere Infos dazu gibt es hier.
Dazu passend hat die US-Website macrumors.com ein Foto veröffentlicht, das aus einem koreanischen Forum stammt. Es zeigt zwei Display-Komponenten – während die obere angeblich zum iPad 2 gehört, soll es sich bei der unteren um das Panel des Nachfolgers handeln.
In den neuen Tablet-Rechnern soll außerdem eine neue CPU-Generation ihre Premiere feiern. Der Apple A6-Prozessor taktet angeblich mit vier Kernen – beim Vorgänger A5, der in iPad 2 und iPhone 4S werkelt, liefern zwei Kerne die erforderliche Rechenkraft.
Wie Digitimes weiter ausführt, soll der Akku des neuen iPad 3 mit 14.000 mAh fast die doppelte Kapazität des Vorgängers haben. Kein Wunder, das deutlich schärfere Display dürfte auch deutlich mehr Energie verbrauchen. Das zwingt Apple anscheinend zu Kompromissen. Das japanische Blog Macotara schreibt, dass das iPad 3 dicker als der Vorgänger (8,8 Millimeter) ist.
Das Foto zeigt die Akkulaufzeit des iPhone 4S im Vergleich mit dem Samsung Galaxy Note.
Wird dementsprechend auch das iPhone 5 dicker? Dass Apple beim kommenden Smartphone-Flaggschiff die Display-Auflösung erhöhen muss, gilt unter Experten als sicher. Schließlich muss das Unternehmen zu Konkurrenten wie dem Galaxy Nexus (1280 x 720 Pixel auf 4,65 Zoll) aufschließen. Das Foto zeigt das Nexus im Vergleich mit dem iPhone 4S.
Unklar ist hingegen, ob das Display – und damit auch das Gerät – ebenfalls größer wird. Die Gerüchte schwanken zwischen 3,7 und 4 Zoll. Die aktuellen iPhone-Modelle haben allesamt eine Display-Diagonale von 3,5 Zoll. Das Foto zeigt ein Konzept von macrumors.com mit einem 4-Zoll-Bildschirm.
Uneinigkeit herrscht auch bei den neuen iPhone-Prozessoren. Setzt Apple auf einen A6 mit vier Kernen oder kommt ein optimierter A5 zum Einsatz? Oben ist ein Screenshot aus dem Grafikkracher Infinity Blade 2, zu sehen, der in dieser Detailstärke nur auf dem iPhone 4S und dem iPad 2 läuft. Quadcore-CPUs dürften die Darstellung nochmals auf eine neue Stufe hieven, die nicht mehr weit von Konsolen wie Xbox 360 und PS3 entfernt ist.
Wann Apple den Vorhang lüftet, liegt völlig im Dunkeln. Im Gegensatz zu anderen Unternehmen der Mobilfunkbranche bleibt der erfolgsverwöhnte Hersteller den traditionellen Messen CES (10. -13. Januar) und Mobile World Congress (27. Februar – 1. März) fern und veranstaltet stattdessen eigene Events. Das iPad 2 wurde am 2. März 2011 in San Francisco vorgestellt. Daher sollten Apple-Fans auch 2012 den Monat März im Kalender rot anstreichen. Zumindest die nächste Tablet-Generation könnte dann gezeigt werden, während das iPhone 5 erst in der zweiten Jahreshälfte folgen dürfte. In beiden Fällen wird nicht nur die IT-Branche zuschauen. Das Foto zeigt Steve Jobs bei der Präsentation des iPad 2 im März 2011.