EU-Roaming-Aufpreis

Zu hohe Roaming-Gebühren: Telefonica droht Zwangsgeld

Viele Kunden von O2 und Base zahlen offenbar zu hohe Roaming-Gebühren fürs Telefonieren und Surfen im EU-Ausland. Die Bundesnetzagentur wird Telefónica heute ein Zwangsgeld androhen, falls Telefónica nicht die EU-Vorgaben einhält.

Smartphone am Strand

© Antonioguillem / Fotolia.com

Roaming-Preise in der EU sinken.

Die Bundesnetzagentur verlangt von Telefónica Deutschland bei einigen ihrer Tarife ein Absenken von überhöhten Roaming-Gebühren für das Telefonieren, Simsen und Surfen im EU-Ausland. Wie bereits gestern durchgesickert war, will die Bundesnetzagentur heute unter Androhung eines Zwangsgeldverfahrens den Netzbetreiber auffordern, die von der EU festgelegte Zuschlagsgrenze einzuhalten.

Zurzeit verlangt Telefónica von manchen ihrer O2- und Base-Kunden Roaming-Zuschläge, die in ihrer Höhe über der von der EU vorgegebenen maximalen Grenze liegen.

Verhandlungen laufen seit Wochen

Wie Telefónica mitteilte, sei das Unternehmen im Gespräch mit der Bundesnetzagentur. Nach Angaben der Rheinischen Post verhandelt die Bundesnetzagentur jedoch bereits seit sechs Wochen mit dem Netzbetreiber.

Seit Ende April 2016 gelten neue Regelungen für die Roaming-Kosten. Mobilfunkanbieter dürfen seitdem im EU-Ausland maximal 6 Cent pro Minute, 2 Cent pro SMS und 6 Cent pro Megabyte Daten als Roaming-Zuschlag verlangen. Bei Kunden mit Flatrates dürfen die Anbieter fürs Telefonieren im EU-Ausland lediglich diesen Roaming-Aufpreis verlangen.

Ältere Flatrate-Pakete sind betroffen

Die Bundesnetzagentur geht davon aus, dass Telefónica nicht bei allen ihren Flatrate-Angeboten diese Vorgaben einhält. Vor allem Kunden älterer Flatrate-Pakete sollen zum Teil deutlich höhere Zuschläge beim Telefonieren bezahlen. Die Bundesnetzagentur setzt sich dafür ein, dass sich dies bald ändert. Außerdem sollen die Kunden den zu viel gezahlten Aufpreis zurückerstattet bekommen.

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