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Joachim Scheible

3. September 2008

Gewaltiger Preissturz bei Handy & Co.

Einen gewaltigen Preissturz bei Notebooks, Handys und anderen IT-Produkten hat der Branchenverband Bitkom für die vergangenen zwölf Monate festgestellt. Grundlage der Angaben sind Daten des Statistischen Bundesamtes sowie der europäischen Statistikbehörde Eurostat.

So sanken die Preise für Handys in Deutschland seit Juli 2007 um 14 Prozent, für Digitalkameras um 16 Prozent und für Notebooks sogar um 25 Prozent. In kaum einem anderen Land in Europa seien Hightech-Geräte wie Computer, Flachbildfernseher oder Mobiltelefone so günstig wie in Deutschland.

Danach liegt das Preisniveau hierzulande um fünf Prozent unter dem europäischen Durchschnitt. Am preiswertesten ist Hightech in Bulgarien, in der Schweiz und in Tschechien. „Hightech-Produkte tragen erheblich zur Dämpfung der Inflation in Deutschland bei“, kommentierte Bitkom-Präsident August-Wilhelm Scheer die Studie. Im Juli lag die Inflationsrate in Deutschland wegen steigender Preise für Energie und Lebensmittel mit 3,3 Prozent auf einem 15-Jahres-Hoch. 

"Enormer Preiswettbewerb"

Von der starken Teuerung in Deutschland konnten sich Hightech-Produkte vollständig abkoppeln. „Der Preiswettbewerb in der Branche ist enorm“, so Scheer zum Hintergrund. „Gleichzeitig werden Geräte wie Computer oder Handys immer leistungsfähiger." Den stärksten Preisrückgang verzeichneten in den vergangenen zwölf Monaten Musikdownloads mit einem Minus von 29 Prozent. Ebenfalls rückläufig waren die Preise für Fernsehgeräte mit minus 19 Prozent und für Laserdrucker mit minus zwölf Prozent.

Auch die Kosten für Telefon und Internet sind gesunken – seit Anfang 2007 um fünf Prozent. Im gleichen Zeitraum gingen die Handytarife um vier Prozent zurück. Dennoch können die Deutschen in den Nachbarländern durchaus Schnäppchen machen. In der Schweiz liegt das Preisniveau für Hightech-Produkte um elf Prozent unter EU-Schnitt, in Tschechien um acht Prozent und in Polen um sieben Prozent.

Am billigsten sind Geräte der Informationstechnik und der Unterhaltungselektronik in Bulgarien, das 17 Prozent unter dem europäischen Durchschnitt liegt. Am teuersten sind Hightech-Produkte demgegenüber in den skandinavischen Ländern Finnland und Dänemark, deren Preisniveau 13 Prozent über dem Durchschnitt aller EU-Länder liegt.



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