Heartbleed Detector App

Ist Ihr Android von der OpenSSL-Lücke betroffen?

Von der gravierenden OpenSSL-Sicherheitslücke "Heartbleed" können auch Android-Geräte betroffen sein. Mit der App Heartbleed Detector kann jeder sein Handy oder Tablet selbst überprüfen.

Heartbleed Detector

© Lookout Mobile Security

Sicherheitslücke: Sind auch Android-Handys von der OpenSSL-Lücke betroffen?

Die OpenSSL-Sicherheitslücke namens "Heartbleed" ist der Supergau der Netzsicherheit und könnte auch Android-Smartphones und -Tablets angegriffen haben. Dank der Lücke können Hacker oder Geheimdienste fast mühelos und für den Nutzer unbemerkt Passwörter, Zertifikate und weitere eigentlich verschlüsselte Dateien abgreifen.

Derzeit scheint nur die Android-Version 4.1.1. betroffen zu sein. Bereits mit Android 4.1.2. wurde das ausschlaggebende Heartbeat-Feature deaktiviert. Jedoch kann es vorkommen, dass Hersteller ihr mitgeliefertes Android dahingehend modifiziert haben, dass Heartbeat aktiv ist.

Heartbleed - So testen Sie Webseiten selbst

Eine Prüfung Ihres Android-Smartphones ist daher dringend notwendig. Dies können Sie mit dem kostenlosen Tool Heartbleed Detector erledigen. Sobald ihr Gerät gescannt wurde, lässt sich feststellen, ob Sie von der Lücke betroffen sind.

Sollten Sie tatsächlich Heartbeat aktiv haben, können Sie nur wenig tun, um dem entgegenzuwirken. In diesem Fall benötigen Sie ein Software-Update des Herstellers oder des Providers, um Heartbeat zu deaktivieren. Alternativ bieten sich Custom-ROMs für Android an, für die Sie ihr Smartphone zu erst rooten müssen.

Update: Erste Zahlen zu Heartbleed bei Android

Lookout, der Entwickler von Heartbleed Detector, hat erste Zahlen veröffentlicht: 4,98% von 2400 Android-Nutzer, die die Ergebnisse ihrer Systemüberprüfung bereitgestellt haben, sind sowohl von der OpenSSL-Lücke als auch von der fehlerhaften Funktion "Heartbeat" betroffen. Das Sicherheitsrisiko durch Heartbleed ist bei Android unterschiedlich ausgeprägt. So sind 82,57% der Smartphones und Tablets, die mit Version 4.1.1 betrieben werden, jedoch "nur" bei 15,02% der Geräte mit der Version 4.2.2. Neuere Android-Versionen sind scheinbar noch nicht von Heartbleed betroffen.

Ein Blick auf den internationalen Vergleich zeigt Deutschland mit 12,46% an gefährdeten Smartphones und Tablets an der Spitze, gefolgt von den USA mit 2,6% und dem Vereinigten Königreich mit 1,5%.

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