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Joachim Scheible

26. Februar 2009

HSPA via Rundfunk-Frequenzen startet

Anfang März startet der angekündigte Praxistest, Breitband-Internet via Rundfunkfrequenzen in Haushalte und Betriebe im ländlichen Raum zu bringen. Das haben die E-Plus-Gruppe und das schwedische Technologie-Unternehmen Ericsson heute bekanntgegeben (connect online berichtete).

Der Test findet in Mecklenburg-Vorpommern statt. Bereits Anfang Januar dieses Jahres wurde der Sendestandort in Grabowhöfe bei Waren an der Müritz mit der notwendigen Sende- und Empfangstechnik von Ericsson ausgerüstet.

Dabei werden 50 repräsentativ ausgewählte Firmen und private Nutzer die neue digitale Datenautobahn testen. Während dieses Probelaufs surfen sie mit HSPA-Technologie gratis und kabellos im E-Plus Netz. Dabei werden Übertragungsraten von bis zu 7,2 Megabit pro Sekunde im Downlink und bis zu 1,4 Mbit/s im Uplink erreicht. Die ebenfalls kostenfreien Endgeräte und SIM-Karten werden kurzfristig an die Nutzer verteilt.

"Digitale Dividende" fürs Land

Ziel des Projekts ist es nach Angaben der Initiatoren, unter Alltagsbedingungen zu zeigen, wie abgelegene Regionen über die so genannte "Digitale Dividende" mit Breitband-Internet versorgt werden können.

Außerdem erwarten sich die Projektbeteiligten Aufschlüsse zum Nutzungsverhalten der Tester und den daraus resultierenden Auswirkungen auf die Netzleistung. Die "Digitale Dividende" bezeichnet den Frequenzbereich, der durch  die zunehmende Digitalisierung von Fernsehen und Radio aktuell über freie Kapazitäten verfügt.

Der Testlauf in Mecklenburg-Vorpommern soll ferner bestätigen, dass Breitband-Internet über die "Digitale Dividende" ein effizienter, schneller und kostengünstigster Weg ist, um auch weniger dicht besiedelten Regionen in Deutschland zu attraktiven Preisen die Teilhabe an digitalen Hochgeschwindigkeits-Netzen zu ermöglichen.

Der große Vorteil dieser Lösung: Die eingesetzten Sendefrequenzen haben eine größere Reichweite als die bisher für den Breitband-Mobilfunk zur Verfügung stehenden Frequenzen.

Voraussetzung dafür ist jedoch, dass die Bundesländer und die Landesmedienanstalten die entsprechenden Frequenzen den Anbietern von Mobilfunklösungen möglichst schnell zur Verfügung stellen.



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