Speicher-Performance

Huawei P10, P10 Plus und Mate 9 nicht mit UFS-2.1-Speicher?

Huawei nutzt offenbar unterschiedliche Speicherkomponenten beim Huawei P10, P10 Plus und Mate 9, die auch die Performance beeinflussen könnten.

Huawei Mate 9

© Huawei

Huawei Mate 9: Offenbar verfügen nicht alle Modelle des Mate 9 über einen USF-2.1-Speicher. Huawei hat nachträglich einen Hinweis auf der Website entfernen lassen.

Huawei verbaut offenbar unterschiedliche Speichereinheiten in seinen Smartphone-Modellen. So gibt es die neuen Smartphones Huawei P10​ und P10 Plus​ und auch das Mate 9​ entweder mit UFS-2.1-Speicher oder mit dem älteren eMMC-5.1-Speicher. Unterschiede in der Ausstattung betreffen auch den Arbeitsspeicher, berichtet Notebookcheck​. Den RAM gibt es in der Version LPDDR3 oder LPDDR4. Käufer haben keinen Einfluss darauf, welche Speicherkomponenten in dem Gerät verbaut sind, das sie erwerben. Der Zufall entscheidet darüber, welche Variante man erwischt.​ Während die unterschiedlichen Arbeitsspeichervarianten keinen großen Unterschied in der Performance ausmachen dürften, könnte das beim Flash-Speicher anders aussehen, da UFS 2.1 deutlich schneller ist als der ältere eMMC 5.1.

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Huawei veröffentlicht Statement

​Huawei hat mit einem vorläufigen Statement auf die Kontroverse um die Speichereinheiten reagiert. Der chinesische Smartphone-Hersteller​ bezieht sich dabei auf Huawei P10 und P10 Plus. ​Ein Ausschnitt ist in einem Tweet von Roland Quandt (@rquandt)​ nachzulesen. Dort heißt es, Huawei habe beim Flash-Speicher die Dienste verschiedener Zulieferer in Anspruch genommen, um die Nachfrage zu bedienen. Die Performance einer einzelnen Komponente könne nicht die Gesamtleistung des Smartphone wiedergeben und die erzielten Werte seien nicht auf tatsächliche Nutzungsszenarien anwendbar. 

Huawei gibt an, sich bei seinem Werbematerial zu den P-10-Modellen nicht verpflichtet zu haben, einen bestimmten Flash-Speicher zu nutzen. Verschiedene Speicherkomponenten würden je nach Verfügbarkeit geliefert, die Chips würden nicht handverlesen. Auch gebe es keine Diskriminierung oder Absicht, Kunden zu betrügen. Huaweis Ansatz sei es, die allgemeine Leistung der Smartphones mittels Software-Algorithmen zu messen, anstatt sich auf eine bestimmte Komponente zu konzentrieren. Die verschiedenen Speichermodule, die von unterschiedlichen Zulieferern stammen, seien als Teil des fertigen Produkts streng getestet worden, um ein exzellentes und gleichbleibendes Nutzererlebnis zu erzielen.

Huawei entfernt technische Daten beim Mate 9

​Huawei betont in dem Statement, dass das Huawei P10 nicht mit dem Versprechen einer bestimmten Speicherkomponente beworben wurde. Anders sieht es beim Mate 9 aus, wie ebenfalls @rquandt​ entdeckte. In einer alten Version der Huawei-Website, die bis vor Kurzem noch im Google-Cache abrufbar war, wirbt Huawei mit dem neuen UFS-2.1-Flash-Speicher mit 100 Prozent höheren Datentransferraten als bei eMMC 5.1-Chips.​ Dieser Teil der technischen Daten des Huawei Mate 9 wurde entfernt und ist auf der Website​ nun nicht mehr zu finden.​ Aktuell ist die gecachte Version noch in der Suchmaschine Bing abrufbar​. Ein Screenshot, der beide Versionen vergleicht, ist außerdem bei Notebookcheck zu sehen.

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