Safari Browserverlauf löschen

iCloud speichert gelöschte Webseiten-Aufrufe

Wurden besuchte Webseiten einmal über iCloud synchronisiert, lassen sich diese laut eines Forensik-Software-Herstellers auch ein Jahr später noch rekonstruieren - obwohl die Verlaufsdaten bei Apple vermeintlich gelöscht wurden.

Apple, icloud

© Archiv

Die Synchronisation des Browserverlaufs über iCloud ist praktisch - aber auch sicher?

Eigentlich soll sich der über iCloud gesicherte Verlauf der mit dem Apple-Browser Safari besuchten Webseiten jederzeit löschen lassen. Zum Schutz der Privatsphäre kann ein Nutzer damit seine Spuren auf den Geräten verschwinden lassen - doch wohl wirklich nur dort.

Wie der Softwarehersteller Elcomsoft herausgefunden haben will, lasse sich der über iCloud synchronisierte Browserverlauf auch ein Jahr später noch rekonstruieren. Sind die Zugangsdaten zu iCloud bekannt, könne man vermeintlich gelöschte Daten aus der Cloud auslesen, darunter die Angabe, wann eine bestimmte Webseite zuletzt aufgerufen wurde.

Nachdem ein Nutzer eine besuchte URL aus dem Safari-Verlauf löscht, ist die Angabe auf allen über iCloud synchronisierten Geräten nicht mehr zu sehen. Spätestens nach einigen Wochen verschwinden die Einträge auch in der lokalen SQLite-Datenbank. In der Apple-Cloud blieben die Informationen zu aufgerufenen Webseiten jedoch auf unbestimmte Zeit bestehen, wenn auch als versteckte Daten, berichtet Elcomsoft.

Apple beginnt Datenlöschung

Wenngleich es von Apple auf Nachfrage bislang keinerlei Aussagen zu der Entdeckung des Forensik-Software-Spezialisten gibt, heisst es im Blog von Elcomsoft​ inzwischen, dass einige der alten Einträge nun nicht mehr zu finden seien. Selbst mit der Elcomsoft-Software seien nur noch Informationen über die letzten zwei Wochen aufzuspüren.

Unklar bleibe jedoch, ob Apple die Daten tatsächlich gelöscht oder lediglich auf einen anderen Server verschoben habe.

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