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Im Trend: Bewerbung via Internet
Einen starken Trend hin zu Onlinebewerbungen hat der Bitkom festgestellt. Gut sieben Millionen Bundesbürger haben sich laut einer heute veröffentlichten Umfrage schon mal via Internet um einen neuen Job bemüht. 1000 Deutsche ab 14 Jahren hat der IT-Branchenverband dazu befragt.
Die Zahlen bedeuten, dass sich knapp ein Fünftel aller Internetnutzer im erwerbsfähigen Alter bereits online beworben hat. Besonders hoch sei der Anteil bei den 30- bis 49-Jährigen, von denen sich ein Viertel per Internet für eine Stelle bewarb. Bei älteren Arbeitnehmern ab Fünfzig sinkt diese Quote dann schon auf fünf Prozent.
In der Regel schicken die Interessenten ihre Bewerbungsunterlagen per E-Mail: Nahezu drei Viertel aller Onlinebewerbungen erfolgten auf diesem Weg. Ein Viertel der Bewerber habe demgegenüber ein Onlineformular des potenziellen Arbeitgebers ausgefüllt.
"Die Personalauswahl wird zunehmend per Internet abgewickelt", kommentierte Bitkom-Präsident August-Wilhelm Scheer das Umfrageergebnis. Das fange bereits bei den Stellenanzeigen an: Von 800 Unternehmen gaben 94 Prozent an, freie Stellen im Internet auszuschreiben. Am beliebtesten seien Onlinejobbörsen und die eigene Homepage.
Bei der Bewerbung per Internet sollten Jobsuchende einige Regeln beachten.
Fünf Tipps des Bitkom für Online-Bewerbungen
1. Die Formen wahren: Beim Ausfüllen von Online-Formularen sollten Jobinteressenten Textbausteine, zum Beispiel für das Anschreiben, bereits offline vorformuliert haben sowie Dateien wie Lebenslauf und Zeugnisse bereit halten. Bei vollständigen Bewerbungen per E-Mail sollten alle wichtigen Dokumente als Anhang verschickt werden. Der Text in der E-Mail dient lediglich dazu, auf die Bewerbung hinzuweisen und die Anhänge aufzulisten.
2. Gestaltung der E-Mail: Als Absender ist eine neutrale E-Mail-Adresse zu empfehlen, am besten "vorname.nachname@provider.de", rät der Bitkom. Die Betreffzeile sei der wichtige erste Eindruck beim Arbeitgeber. Sie sollte nach Möglichkeit das Wort "Bewerbung", den Jobtitel und eine Kennziffer der Stellenanzeige enthalten. Das erleichtert der Personalabteilung die Zuordnung der Bewerbung. Der Text sollte mit einer Signatur mit Name, Adresse und Telefonnummer enden.
3. Anlagen-Management: Möglichst wenige Anlagen sollten beigefügt sein. In der Regel benötigt der potenzielle Arbeitgeber Anschreiben, Lebenslauf, Zeugnisse und eventuell einige Arbeitsproben. Das Foto sollte in ein anderes Dokument integriert werden, möglichst in den Lebenslauf. Die Anlagen sollten deutlich beschriftet, zusammen nicht größer als drei bis vier Megabyte und in den gängigen Dateiformate doc, jpg oder pdf gespeichert sein.
4. Eigene Bewerbungs-Homepage: Der Link zu einer eigenen Homepage dürfe nicht eine akkurate und vollständige Bewerbung ersetzen, könne aber als Ergänzung dienen. Auch sollte die Homepage ausschließlich Bewerbungszwecken dienen. Viele Onlinedienste rund um das Thema Jobsuche bieten zudem an, ein Bewerberprofil im Internet zu hinterlegen.
5. Auf Seriosität und Genauigkeit achten: In der Kommunikation per E-Mail ist ein weniger formaler Umgangston mittlerweile üblich. Bei Onlinebewerbungen sollten sich Jobsuchende dennoch in Stil und Inhalt an die Form einer schriftlichen Bewerbung halten.
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