Telefonnummern und E-Mail-Adressen

Instagram-Bug: Hacker erbeuten persönliche Daten

Ein Bug hat Kontakt-Informationen von offenbar 6 Millionen Instagram-Nutzern veröffentlicht. Hacker konnten dadurch Telefonnummern von Stars erbeuten.

Instagram-App Smartphone

© Weka Media Publishing GmbH

Ein Bug hat die persönlichen Daten von offenbar sechs Millionen Instagram-Accounts für Hacker zugängig gemacht.

Beim Bilder-Netzwerk Instagram hat ein Bug dafür gesorgt, dass Kontaktinformationen von Nutzern ungewollt öffentlich einsehbar waren. Der Programmfehler konnte dazu verwendet werden, E-Mail-Adressen und Telefonnummern von Nutzern auszulesen. Betroffen sind wohl auch Stars wie Selena Gomez, Emma Watson oder David Beckham. Passwörter oder andere Daten wurden laut Instagram nicht enthüllt.

Hacker verkaufen E-Mail-Adressen und Telefonnummern

Instagram gab erst an, dass nur Nutzer sogenannter verifizierter Accounts betroffen seien. Diese werden von Personen des öffentlichen Lebens und Unternehmen genutzt. Aktuell geht der Dienst jedoch davon aus, dass auch nicht verifizierte Konten betroffen sind. Hacker haben sich den Bug zunutze gemacht, um nach eigenen Angaben Kontaktinformationen von sechs Millionen Nutzern zu stehlen. 

Wie The Verge berichtet, hatten die Hacker eine Datenbank namens Doxagram eingerichtet, über die zeitweise eine Liste mit 1.000 Account-Informationen zur Verfügung stand. Zu einem Preis von zehn US-Dollar pro Suche hätte man dort an Kontakt-Informationen der Opfer kommen können. Die Seite enthielt wohl auch Daten von den 50 meist gefolgten Instagram-Konten. Auch wenn Doxagram zurzeit offline ist, sind anscheinend noch Daten von Stars im Dark Web verfügbar. Eine Sicherheitsfirma namens RepKnight soll demnach Telefonnummern und E-Mail-Adressen von unteranderem Leonardo DiCaprio, Lady Gaga und Adele gefunden haben. 

Lesetipp: Inhalte melden in sozialen Netzwerken - Instagram: Problem melden

Ist mein Instagram-Konto betroffen?

Gegenwärtig ist das Ausmaß des Instagram-Bugs noch nicht klar. Instagram arbeitet nach eigenen Angaben mit Strafverfolgungsbehörden zusammen, um den Vorfall zu untersuchen. Der Bug wurde bereits kurz nach bekannt werden behoben. Jedoch konnte der Bilder-Dienst bislang nicht herausfinden, welche Accounts betroffen sind, geht aber von einer niedrigen Prozentzahl aus. Das Unternehmen empfiehlt den Nutzern, erhöhte Vorsicht walten zu lassen. Besonders bei unbekannten Anrufen oder E-Mails. Verdächtige Aktivitäten sollten Instagram über das entsprechende Meldeformular weitergegeben werden. 

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