MWC Keynote

Mark Zuckerberg spricht auf Mobile World Congress über Internet.org

Facebook-Gründer Mark Zuckerberg hat auf dem MWC 2014 in Barcelona eine mit Spannung erwartete Keynote-Rede gehalten. Wir haben genau zugehört.

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© Archiv

Helles Köpfchen: Mark Zuckerberg plant mit seiner Plattform Facebook den nächsten Online-Coup.

Mark Zuckerberg als Keynote-Sprecher auf dem Mobile World Congress, bei dieser Ankündigung war ein voller Saal vorprogrammiert. Schließlich erfolgte der Auftritt des 29-jährigen Facebook-Gründers nur fünf Tage nach der spektakulären Meldung, dass Facebook seinen Konkurrenten WhatsApp übernimmt - für unglaubliche 19 Milliarden US-Dollar.

Würde sich Zuckerberg zum Mega-Deal äußern? Welche Themen stünden sonst auf der Agenda des Social-Media-Machers? Wir haben seine Rede im MWC Liveticker begleitet. Hier eine kurze Zusammenfassung des Auftritts.

Natürlich wurde die Übernahme des WhatsApp-Messengers am Anfang direkt thematisiert. Moderator David Kirkpatrick, Autor des Buches "The Facebook Effect", eröffnete mit Fragen nach dem Kauf. Zuckerbergs klares Statement dazu: "WhatsApp ist eine tolle Firma und passt perfekt zu Facebook."

In dem Messenger mit seinen Millionen Nutzern weltweit sieht Zuckerberg einen weiteren Schritt auf dem Weg zu Internet.org. Damit war die perfekte Überleitung zu dem Thema gegeben, auf das sich der Facebook-CEO im weiteren Verlauf der Keynote, die sich vielmehr als Interview entpuppte, konzentrieren sollte.

Internet.org ist eine Partnerschaft von Facebook mit den Mobilfunk-Firmen Samsung, Ericsson, Nokia, Opera, MediaTek und Qualcomm. Zuckerbergs selbsternanntes Ziel ist es, die grundlegenden Funktionen des Internets möglichst kostenfrei zur Verfügung zu stellen. Im Gespräch verglich er den Zugang zum Internet und zu dessen Basis-Diensten mit Notruf-Telefonnummern, die ebenfalls jedem Menschen jederzeit frei zugänglich sind.

Angefangen bei Services wie Facebook, könne man ebenso Wikipedia, Wettervorhersagen, Nachrichten und weitere Dienste kostenlos bereitstellen. Über diese freien Angebote sollen Nutzer, die bisher keinen Sinn darin sehen, für einen Internetzugang Geld auszugeben, einen Anreiz erhalten, erstmals online zu gehen. Durch die Nutzung der kostenfreien Portale würde sie, so Zuckerberg, dann schnell feststellen, wieso es sich lohne, für das Web und seine Möglichkeiten Geld auszugeben.

Die dafür benötigte Infrastruktur bereitzustellen, sei in einigen Ländern wie zum Beispiel den Philippinen bereits in Arbeit. Doch noch befinde man sich in einem sehr frühen Stadium und sei auf der Suche nach weiteren Partnern.

Eines der nächsten Projekte im Rahmen von Internet.org ist das Ericsson Innovation Lab, das heute offiziell angekündigt wurde. Dabei können Entwickler ihre Apps in simulierten Netzwerkumgebungen aus aller Welt testen.

Auf die NSA-Enthüllungen von Edward Snowden und die damit verbundenen Sicherheitsbedenken gegenüber den USA und Firmen wie Facebook angesprochen, sagte Zuckerberg, dass er keine Gründe sehe, warum dies Auswirkungen auf Internet.org haben sollte. Die Rufschädigung der Unternehmen durch die Regierungsorganisation sei allerdings tatsächlich nicht erfreulich: "Not awesome!", so Zuckerberg wörtlich.

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