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Joachim Scheible

15. Juli 2009

Neue Gigasets für hohe Ansprüche

Gigaset Communications hat mit dem S790 und dem S795 neue DECT-Telefone für gehobene Ansprüche vorgestellt. Zudem gibt es die Datensynchronisations-Software Quicksync für Gigaset-Telefone nun auch für Mac-User.

Die beiden neuen Schnurlostelefone unterscheiden sich durch den Anrufbeantworter, der in der Version S795 eingebaut ist. Mithilfe eines verbesserten Klangbildes, vielseitiger Anwendungen sowie der Echtmetall-Tastatur sollen die neuen Gigasets vor allem für einen hohen Telefonkomfort sorgen.

Das Menü wird mit einer Fünfwege-Taste gesteuert. Das 1,8 Zoll große, beleuchtete TFT-Display mit 65.000 Farben stellt die Inhalte auch bei schwierigen Lichtverhältnissen dar. Namen von im Adressbuch gespeicherten Anrufern zeigt es in Großschrift an. Auf Wunsch kann mit Hilfe der Picture-CLIP-Funktion auch ein Bild des Anrufers eingebunden werden. Das Adressbuch hat Platz für 500 Einträge. Eine Mini-USB-Schnittstelle steht für eine schnelle Datensynchronisation.

Durch ein in sich abgedichtetes Gehäuse sowie einen großvolumigen Lautsprecher erzeugt der Resonanzkörper des DECTs eine natürliche Sprachqualität und ein klares Klangbild. Gespräche würden in guter Lautstärke ohne Verzerrungen, Rauschen oder Echo wiedergegeben, heißt es.

Lautstärkeregelung: Wipptaste an der Seite

Über eine separate Wipptaste an der Seite des Mobilteils lässt sich die Lautstärke mit einer Fingerbewegung auf den gewünschten Pegel einstellen. Wer gerne freihändig telefoniert, kann sein Headset über einen standardisierten Kopfhöreranschluss (2,5 Millimeter Klinke) anschließen.

Für ungestörte Nachtruhe soll der zeitgesteuerte Nachtmodus sorgen. Er schaltet in einem definierten Zeitraum das Klingelzeichen automatisch aus. Mit der Funktion "Ruhe vor anonymen Anrufen" stören keine Anrufer mehr, deren Nummer nicht über CLIP erkannt wird, sie werden nur noch optisch signalisiert.

Ein energiesparendes Netzteil hält die Stromkosten niedrig. Während des Telefonierens senkt der integrierte Eco-Modus die Funkleistung laut Hersteller um bis zu 80 Prozent. Im Standby-Betrieb sei das Gerät bei eingeschaltetem "Eco-Modus Plus" sogar vollständig strahlungsfrei. Die Basisstation des Telefons ist übrigens auf bis zu sechs Mobilteile erweiterbar.

Beide Telefone sind ab Anfang September im Handel erhältlich. Das S790 kostet etwa 80 Euro, das S795 mit integriertem Anrufbeantworter etwa 100 Euro. Der Preis für ein zusätzliches Mobilteil inklusive Ladeschale beträgt rund 80 Euro.

Neu: Quicksync 1.0 für Mac-User

Außerdem teilte das Unternehmen mit, dass die Datensynchronisation zwischen Gigaset-Telefonen und dem Computer mit der Software Gigaset Quicksync 1.0 nun auch für Mac-User möglich sei. Für PC-Nutzer gibt's die Software in der Version 4.0 schon seit April (connect online berichtete).

Über die Bluetooth-Schnittstelle gleicht die Software alle Adressdaten ab, zusätzlich können Bilder und Klingeltöne in vielen gängigen Formaten auf die Telefone übertragen werden. Bilder lassen sich als Diashow, Bildschirmschoner oder in Verbindung mit dem Adressbuch als Picture-CLIP nutzen. Klingeltöne können aus Musiksequenzen, beispielsweise im MP3-Format zugeschnitten und übertragen werden - letzteres allerdings nur bei den Modellen SL780 und SL785 (zum Testbericht auf connect online).

Gigaset Communications antwortet eigenen Worten zufolge mit der Entwicklung der Mac-kompatiblen Quicksync-Version auf die große Nachfrage der Apple-Gemeinde. Ab dem Betriebssystem Mac OS 10.4.9 ist eine Synchronisation von Adressdaten und Bildern mit den bluetoothfähigen Gigaset-Telefonen S680/685, SL780/785, SL560/565 und SL370/375 sowie entsprechenden Varianten für ISDN und IP über die Bluetooth-Schnittstelle möglich.

Wer seine beruflichen und privaten Kontakte gerne getrennt organisiert, hat die Möglichkeit, die Adressdaten von einzelnen Gruppen auszuwählen und auf separaten Mobilteilen zu synchronisieren. Zusätzlich erlaubt das Gigaset SL780/785 die individuelle Gestaltung und den Download von Klingeltönen.

Bis zu 100 Bilder passen drauf

Bei der Übertragung via Bluetooth (Serial Profile) skaliert die neue Software alle Bilddateien auf die Größe 240 x 320 Pixel (Bildschirmschoner) oder 240 x 130 Pixel (Picture-CLIP), um Speicherplatz zu sparen. Je nach Speichergröße des Telefons passen so bis zu 100 Bilder auf das Endgerät.

Mit Hilfe von Quicksync klingelt das Telefon auch nach dem persönlichen Geschmack des Mac-Nutzers, denn als Ruftöne können Sequenzen aus beliebigen Musiktiteln verwendet werden. Die Software verarbeitet alle gängigen, nicht kopiergeschützten Dateiformate.

So können bis zu 60 Sekunden des gewünschten Musikstücks als Klingelton auswählt werden. Dieser Ausschnitt wird anschließend in das Format G.722 konvertiert und via Bluetooth (Serial Profile) in voller DECT-Wide-Band-Qualität an das Mobilteil übertragen.

Quicksync für Mac kann ab sofort kostenlos über diesen Link aus dem Internet heruntergeladen werden.



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