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Neues rund ums iPhone
Neue Applikationen, neue Tools, neue Bücher - und bald auch neue Chips? Rund ums Kulthandy hat sich in jüngster Zeit wieder allerhand ereignet.
So ist jetzt zum Beispiel herausgekommen, dass Apple zwei Experten des Chipherstellers AMD unter Vertrag genommen hat. Die Branche spekuliert nun, ob das Unternehmen um Firmenchef Steve Jobs künftig seine eigenen Prozessoren fürs iPhone entwickeln will.
Im Raum steht, das Mobiltelefon stromsparender zu machen und mit besserer Grafik für Spiele und Videos auszustatten. Außerdem will sich Apple mit der Maßnahme wohl auch vor Ideenklau und Nachahmern schützen, wenn etwa die Chipproduktion in den eigenen vier Wänden bleibt. Im Moment wird Apple in dieser Hinsicht von ARM und Samsung beliefert.
Pneumatische Knöpfe für den Touchscreen
Sichern könnte sich Apple auch die Dienste von Chris Harrison und Scott Hudson von der Carnegie Mellon Universität in Pittsburgh im US-Bundesstaat Pennsylvania. Die beiden Wissenschaftler haben fühlbare Knöpfe für virtuelle Benutzeroberflächen wie zum Beispiel Touchscreens entwickelt.
Das Magazin "Technology Review" beschreibt die Entwicklung wie folgt: Das Display bleibe berührungsempfindlich, werde aber um konkret anfassbare Bereiche für bestimmte Funktionen ergänzt, etwa ein Nummernfeld. "Der Bildschirm selbst ist dabei mit einem teildurchlässigen Latex überzogen, das auf einer Acrylplatte sitzt, in der sich ausgeformte Löcher befinden. Hinzu kommt eine Luftkammer, die an eine Pumpe angeschlossen ist. Ist diese abgeschaltet, bleibt der Schirm flach; angeschaltet bildet das Latexmaterial Wölbungen oder zieht sich nach innen, je nachdem, ob positiver oder negativer pneumatischer Druck darauf ausgeübt wird."
Sensoren und Kameras erkennen, wenn auf die Schaltflächen gedrückt wird. Ein Knopfdruck lässt sich über die Änderung des Luftdrucks wahrnehmen, womit einzelne Funktionen wie zum Beispiel das Vor- und Zurückspulen bei einem MP3-Song auszulösen wären. Die Technologie befindet sich angeblich bereits im Prototypstatus, Nutzertests habe es auch schon gegeben.
Navigation, News und Apps
Apropos Navigation: Nachdem T-Mobile und Navi-Softwarehersteller Navigon gestern eine Kooperation bekanntgegeben haben, in deren Folge T-Mobile seine GPS-fähigen Smartphones ab der zweiten Jahreshälfte mit dem Mobile Navigator 7 ausstattet (connect online berichtete), dürfte auch das iPhone 3G damit bestückt werden.
Dem Vernehmen nach muss das Apple-Phone allerdings unter der neuen Firmware 3.0 laufen, um mit der Navi-Software ausgestattet zu werden, sagte ein Navigon-Sprecher.
Keine Versionsangabe machte indes RTL Interactive bei der Bekanntgabe von "RTL Pole Position" fürs iPhone. Dabei handelt es sich um einen kostenlosen Newsservice für Formel-1-Fans. Die User erhalten damit aktuelle News, umfassende Infos zu Teams, Fahrern und Rennstrecken aufs Apple-Phone.
Während der Rennen informiert ein Live-Ticker über das Geschehen auf der Strecke. Zusätzlich gibt es Bildergalerien und Videos rund um die Grand Prix wie etwa die Rennanalysen der TV-Experten Christian Danner und Heiko Waßer.
Das Angebot an Bewegtbildern zu dem Service soll laut RTL in den kommenden Wochen weiter ausgebaut werden. Die Anwendung kann via App Store heruntergeladen werden. Besitzer eines iPod Touch können das Angebot via WLAN ebenfalls nutzen.
Neues Buch für iPhone-Programmierer
Hersteller Little Worlds Studio betont, dass die Nutzer mit dem Programm ihr Lerntempo selbst bestimmen können. "Super Fahrschule" stellt darüber hinaus alle aktuellen Prüfungsfragen und Erklärungen für sämtliche Führerscheinklassen zur Verfügung. Die Fragen seien offiziell vom TÜV zugelassen und immer auf dem aktuellsten Stand.
Enthalten in der knapp vier Euro teuren Software ist ein vollständiges Übungsprogramm für alle Führerscheinklassen, ein Korrekturmodus und ein Statistikmodul für eine Analyse. Das Tool kann auf der Webseite von "Super Fahrschule" heruntergeladen werden.
World of Warcraft und ein Programmierbuch
Für das iPhone gibt es nun auch eine mobile Version des populären Computerspiels "World of Warcraft" (WoW). Die Entwickler haben einen Weg gefunden, das PC-Spiel für den Einsatz auf kleineren Maschinen und Displays anzupassen, auch die Karten und Schriften.
Das Ganze ist jedoch etwas aufwändig: WoW kommt als komprimiertes Video per UMTS auf das iPhone. Der Spieler macht daraufhin seine Eingaben auf dem Touchscreen, schickt diese an den Rechner zurück, wo sie ausgeführt werden.
Experten bemängeln, dass diese Version aus diesem Grund sehr langsam läuft und im Funktionsumfang stark eingeschränkt sei. Und bei Eingabefehlern dauere der Spielfluss noch viel länger als am PC.
Entwickler und Sportsgeister, die sich dieser und andere iPhone-Problematiken annehmen wollen, könnten sich deshalb das Buch "Programmieren fürs iPhone" zulegen.
Autor Markus Stäuble, im wahren Leben CTO des Frankfurter Webdienstleisters Namics, bietet mit dem Buch einen kompakten Einstieg in die Programmierung des Apple-Phones und dem technisch verwandten iPod Touch an. Im Mittelpunkt stehen dabei das Betriebssystem iPhone OS sowie die Entwicklungswerkzeuge des frei verfügbaren Software Development Kits von Apple.
Neben einem ersten Beispiel, das das Verständnis der nötigen theoretischen Grundlagen erleichtert, beschreibt Stäuble die Entwicklung von weiteren Beispielapplikationen. Sie zeigen, wie man iPhone-Programme für die Adressverwaltung, für Einkaufslisten und für RSS-Nachrichten schreibt. Wer mit Objective-C - der Sprache, in der iPhone-Programme geschrieben werden - nicht vertraut ist, findet im Anhang eine kompakte Spracheinführung.
Das Buch ist im Heidelberger dpunkt-Verlag erschienen, hat 267 Seiten und kostet 33 Euro.
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