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Nokia - Die Nummer 1 verliert weiter Marktanteile
Nachdem die Zusammenarbeit zwischen Nokia und Microsoft fest steht, sind die Fakten zum Smartphone-Markt 2010, die das IT- Marktforschungs- und Beratungsunternehmen Gartner jetzt liefert, ganz besonders interessant. Nokia und Microsoft sind die beiden großen Verlierer im boomenden Geschäft mit den Smartphones. Nokia, seit vielen Jahren die Nummer 1 für Multimedia-Handys, wächst deutlich schwächer als der Markt, der im letzten Jahr kräftig um 72,3 Prozent auf 296,6 Millionen Geräte zulegte.
Die Finnen verkauften im letzten Jahr 111,6 Millionen Symbian-Smartphones, das sind zwar immer noch fast doppelt so viel wie der Ranglistenzweite. Aber im Vergleich mit dem Smartphone-Markt liegt der Nokia-Zuwachs (+37,9 Prozent) deutlich unter der Branchenentwicklung. Folglich sank ihr Marktanteil auf 37,6 Prozent – ein Jahr zuvor waren es noch 46,9 Prozent.
Der Absatz von Smartphones mit Microsoft-Betriebssystem brach 2010 komplett ein. Er sank im Boomjahr 2010 um 17,6 Prozent. Lediglich 12,4 Millionen Smartphone wurde mit einer mobilen Windowslösung verkauft, damit erreicht Microsoft gerade noch einen Marktanteil von 4,2 Prozent an den weltweiten Verkäufen.
Ganz anderes entwickelten sich die Verkäufe von Android-Modellen. Mobiltelefone mit diesem Betriebssystem sind zurzeit die strahlenden Gewinner im Smartphone-Geschäft. Im Jahr 2010 stiegen die Verkaufszahlen der Android-Anbieter auf 67,2 Millionen Geräte, ein Anstieg um 888,8 Prozent. Damit liegt dieses System bereits auf Platz 2 und verdrängt RIM und Apple. Vor allem in den letzten Monaten des Jahres 2010 sind die Verkaufszahlen (durch das stark wachsende Angebot an Android-Modellen) deutlich in die Höhe gegangen.
Weltweit auf Platz 3 steht RIM mit seinen Blackberrys. Die Kanadier verkauften im letzten Jahr 47,5 Millionen Geräte. Das sind zwar 38,2 Prozent mehr als im Vorjahr, sie liegen damit aber mit diesem Zuwachs deutlich unter dem Branchenschnitt.RIM verlor Marktanteile – inzwischen halten sie mit ihren ausschließlich auf den Business-Markt zielenden Smartphones nur noch 16,0 Prozent - 2009 waren es 19,9 Prozent.
Zu den großen Gewinnern im Jahr 2010 gehört auch Apple. 46,6 Millionen iPhones mit dem iOS-Betriebssystem verkaufte Apple im letzten Jahr, das sind 87,2 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Dadurch wuchs der iPhone-Anteil am Smartphone-Markt auf 15,7 Prozent – im Jahr 2009 waren es erst 14,4 Prozent. Beim Vergleich mit den Wachstumszahlen von Android zeigt sich jedoch, dass Apple kaum mit den Verkaufszahlen der Android-Hersteller mithalten kann.
Wie Gartner in seiner Studie feststellte, verkaufen sich die vergleichsweise teuren Smartphones vor allem Europa und Nordamerika sehr gut. 52,3 Prozent betrug im 4. Quartal 2010 der Anteil dieser Regionen an den weltweiten Verkäufen.
Smartphone-Verkauf weltweit (an Endkunden) nach Betriebssystemen im Jahr 2010
| Betriebssystem | Geräte 2010 | Marktanteil 2010 | Geräte 2009 | Marktanteil 2009 | Wachstum 2009/10 |
| Symbian | 111,577 | 37.6% | 80,878 | 46.9% | +37,9 % |
| Android | 67,225 | 22.7% | 6,798 | 3.9% | +888,8 % |
| Research in Motion | 47,452 | 16.0% | 34,347 | 19.9% | +38,2 % |
| iOS | 46,598 | 15.7% | 24,890 | 14.4% | +87,2% |
| Microsoft | 12,378 | 4.2% | 15,031 | 8.7% | -17,6% |
| Andere | 11,417 | 3.8% | 10,432 | 6.1% | +9,4% |
| Total | 296,647 | 100.0% | 172,376 | 100.0% | +72,1 % |
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