15,6 Milliarden Euro

Nokia will Alcatel-Lucent kaufen

Nokia plant die Übernahme des französischen Netzwerkausrüsters Alcatel-Lucent. Die französische Regierung muss dem 15,6 Milliarden Deal aber noch zustimmen.

Nokia Network, Flexi Multiradio 10 Base Station

© Nokia

Base Station Nokia Flexi Multiradio 10

Kommt es bei den Netzwerk-Ausrüstern zu einer Giganten-Fusion? Nokia plant die Übernahme seines Konkurrenten Alcatel-Lucent, um dem Ziel näher zu kommen, die Nummer 1 in der Netzwerk-Branche zu werden. Ein entsprechendes Angebot hat Nokia gestern veröffentlicht. Das Angebot beläuft sich auf 15,6 Milliarden Euro, bezahlt werden soll der Deal in Nokia-Aktien.

Klappt die Übernahme, dann entstünde ein Netzwerk-Infrastrukturanbieter mit einer ähnlichen Größe wie der Branchen-Primus Ericsson aus Schweden und die Nummer 2, Huawei aus China. Das neue Unternehmen soll Nokia heißen und vom aktuellen Nokia-Management geleitet werden. Der Konzernsitz soll in Finnland bleiben, das Unternehmen soll aber eine starke Präsenz ist Frankreich besitzen.

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Die Übernahme soll nach Plänen von Nokia bis Mitte 2016 abgeschlossen sein. Bislang ist die Übernahme aber noch nicht sicher. Vor allem die französische Regierung könnte die Fusion noch verhindern. Sie hat ihre Zusage an Bedingungen geknüpft. So sollen in Frankreich keine Arbeitsplätze gestrichen und die Forschungsaktivitäten des Unternehmens in Frankreich ausgebaut werden. Erste Vorschläge von Nokia werden zurzeit geprüft, heißt es.

Nokia ist nach dem Verkauf der Handysparte an Microsoft vor allem ein Unternehmen, das sich auf Mobilfunk-Netzwerk-Technik spezialisiert hat.  Alcatel, 2006 mit Lucent fusioniert, ist Spezialist für Kabelnetze.

Lesetipp: connect-Mobilfunknetztest 2014/15

Weiterhin unsicher ist die Zukunft des Kartendienstes Here (Test) bei Nokia. Gestern bestätigten die Finnen, dass man alle Optionen prüft. Wie Bloomberg vor einiger Zeit berichtet hat, gab es bereits Verkaufsgespräche mit Interessenten, wie dem Fahrdienstvermittler Uber und einer Gruppe deutscher Autohersteller. Eine Entscheidung steht aber zurzeit noch aus.

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