- Computer
- Software
- Foto
- TV & Video
- HiFi & MP3
- Wirtschaft
- Panorama
- Sicherheit & Internet
- Handy & Navigation
- Games, Filme, Musik
Politiker lässt Wikipedia.de sperren
Mit einer einstweiligen Verfügung des Landgerichts Lübeck vom 13. November ließ der Bundestagsabgeordnete Lutz Heilmann von der Partei Die Linke die deutsche Seite der Online-Enzyklopädie Wikipedia sperren. Inzwischen hat der Politiker angekündigt, die Sperrung rückgängig machen zu wollen.
Hintergrund für die Sperrung waren laut der Süddeutschen Zeitung Einträge auf Wikipedia, die ihn als Mitarbeiter der Abteilung Personenschutz des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR von 1985 bis 1990 auswiesen. Außerdem stellte der Artikel Verbindungen zwischen Heilmann und einem Online-Sex-Shop her.
Durch die einstweilige Verfügung des Lübecker Landgerichts, dessen Mitarbeiter Heilmann ebenfalls war, musste die Startseite Wikipedia.de vorläufig abgeschaltet werden. Über die Startseite Wikipedia.org ist der deutsche Auftritt der Enzykopädie weiterhin erreichbar.
Heilmann hat inzwischen erklärt, er wolle die einstweilige Verfügung zurückziehen und keine weiteren juristischen Schritte mehr unternehmen. Der Betreiber von Wikipedia, die Wikimedia Deutschland e.V., will das Suchangebot der Seite unter Wikipedia.de wieder erreichbar machen, sobald die gerichtliche Verfügung aufgehoben ist.
Auch Heilmanns Kollegen sind laut der Süddeutschen Zeitung nicht begeistert von der Aktion des Abgeordneten. Fraktionssprecher Hendrik Thalheim sagte demnach, Heilmann habe mit Kanonen auf Spatzen geschossen.
Dabei hat der Politiker scheinbar auch noch das falsche Ziel anvisiert. Wikimedia Deutschland e.V. ist laut eigenen Aussagen gar nicht Anbieter der unter de.wikipedia.org angebotenen Inhalte. Betreiber ist die Wikimedia Foundation mit Sitz in San Fransisco, USA.
Verwandte Themen
Kleines Spiel für zwischendurch

Android schnäppchen Bestenlisten 3d bildergalerie amazon preisvergleich Canon D5100 Tablet iPad 2 Creativ+Colorfoto Spiele+Musik









