Praxistest: Motorola Flipout

Motorola legt ein Android-Smartphone nach: Das Flipout macht mit quadratischem Design, das "ausgeflippt" eine Qwertz-Tastatur frei gibt, seinem Namen alle Ehre.

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Motorola legt mit einem neuen Android-Smartphone nach: Das Flipout macht mit ungewöhnlichem quadratischen Design, das "ausgeflippt" eine Qwertz-Tastatur freigibt, seinem Namen alle Ehre.

Motorola setzt weiter auf Android und auch weiterhin auf den eigens für Android-Modelle entwickelten Dienst Motoblur. Dieser sammelt Neuigkeiten aus den verschiedenen sozialen Netzwerken wie Facebook oder Twitter ein und überträgt sie in komprimierter Form aufs Smartphone. Umgekehrt werden Status-Updates, die mit dem Smartphone getippt werden, an die Netzwerke verteilt.

Das Backflip war das erste Modell, das in Deutschland Motoblur unterstützte, mit dem Flipout kommt nun eine günstige Alternative: Statt 500 Euro wie das Backflip soll das Flipout nur rund 350 Euro kosten. Auch optisch richtet sich das Gerät an eine etwas andere Zielgruppe. So liegen gleich mehrere Rückendeckel teils in kräftigen Farben bei.

Das Ding ist also verspielter, nicht zuletzt aufgrund des Drehmechanismus. Dabei macht das Scharnier bereits beim Vorseriengerät einen stabilen Eindruck, obwohl die beiden Gehäuseteile nur an einem Punkt miteinander verbunden sind.

Eine Tastatur zum Ausflippen

Die Tastatur, die darunter zum Vorschein kommt, profitiert vom quadratischen Format. Denn so bleibt Platz für eine fünfzeilige Tastatur, wie man das von PC-Tastaturen kennt. Die Tasten sind angenehm groß, durch eine Wölbung vertikal spürbar voneinander abgesetzt und sofort flott zu beackern. Lediglich die links unten reingequetschte Vier-Wege-Taste ist viel zu klein. Im Alltag kann man aber gut auf sie verzichten, denn das Display reagiert auf Berührungen. Darunter finden sich die Android-typischen Bedienelemente als Sensortasten - mehr braucht es nicht, um ein Android-Smartphone zu bedienen. Besonders groß ist die Anzeige nicht, 320 x 240 Pixel verteilen sich auf der 2,8 Zoll großen Anzeige. Dafür ist das Flipout erfreulich kompakt: Mit 67 x 67 x 17 Millimetern Größe bei 120 Gramm Lebendgewicht gehört es zu den Minis unter den Smartphones. Nach dem Backflip ist es Motorola damit noch einmal gelungen, eine erstaunlich große Tastatur in einem doch recht kleinen Smartphone unterzubringen.

Endlich aktuell: Android 2.1

Wie gesagt: Als Betriebssystem kommt hier wieder Android zum Einsatz. Während das Backflip noch mit der Version 1.5 arbeitet, läuft auf dem Flipout die aktuelle Version 2.1. Dazu gibt's den erwähnten Push-Dienst Motoblur, der Neuigkeiten aus sozialen Netzwerken direkt auf den Startbildschirm des Flipout bringt. Die Einrichtung eines Motoblur-Kontos ist dabei denkbar einfach gelöst und in wenigen Minuten erledigt: Eine E-Mail-Adresse und ein Passwort genügen. Apropos Startbildschirm: Den gibt es Android-typisch gleich siebenfach und jeder lässt sich durch Links auf Funktionen oder Widgets nach eigenen Wünschen gestalten. Motorola hat ein paar Widgets, die mit Informationen aus dem Internet gefüttert werden, gleich vorinstalliert. Um den doch etwas beschränkten Platz auf der Anzeige optimal ausnutzen zu können, lässt sich beim Flipout die Größe der Widgets ganz einfach verändern.

Ausstattung: Keine Kompromisse

Trotz des günstigeren Preises hat Motorola im Vergleich zum Backflip bei der Ausstattung kaum abgespeckt. Das Quadband-fähig Mobilfunkteil unterstützt schnellen Datenverkehr per HSDPA (Datenempfang mit maximal 7,2 Mibt/s) und HSUPA (Datenversand mit bis zu 2 MBit/s), aber auch ein Wireless LAN und Bluetooth stehen auf der Ausstattungsliste. Hinzu kommt ein A-GPS-Empfänger, ein Musicplayer, der mit allen gängigen Formaten inklusive WMA zurechtkommt, sich Songinformationen und Albumcover selbstständig aus dem Internet zusammensucht und sogar Songtexte auf dem Display einblendet.

Die Kamera mit drei Megapixel Auflösung wird von einer kleinen LED als Blitzersatz flankiert, was fehlt, ist ein Autofokus. Das Flipout bietet 512 MB an internem Speicher, zudem liegt eine 2-GB-MicroSD-Karte bei. Der Steckplatz findet sich unter dem Akkudeckel, ist aber auch bei laufendem Betrieb zugänglich. Für Headsets gibt es eine 3,5-mm-Klinkenbuchse, für Daten- und Ladekabel einen Micro-USB-Anschluss. Ob der Akku mit einer Kapazität von 1170 mAh für eine längere Nutzung reicht, muss der Labortest noch zeigen. Was nach dem Test mit dem Vorseriengerät aber schon feststeht: Wer bei Facebook oder Twitter aktiv ist, deshalb ein Gerät mit guter Tastatur sucht, das dennoch kompakt ausfällt, sollte sich das Flipout auf jeden Fall mal genauer anschauen. Ab Juli ist das Flipout bei Vodafone, o2 und The Phone House zu haben.

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