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Joachim Scheible

20. September 2007

RIM: "Blackberry für alle"

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Das Blackberry will allen Smartphones Konkurrenz machen und massiv in den Verbrauchermarkt gehen. Das hat Jim Balsillie, Co-CEO von Research in Motion (RIM), jetzt angekündigt. In einem Interview mit dem "Manager Magazin" sagte der Blackberry-Pionier, das Geschäft mit der mobilen E-Mail-Kommunikation gehe jetzt erst richtig los.

In den vergangenen elf Jahren, in denen das kanadische Unternehmen um fast 60 000 Prozent gewachsen sei, habe RIM, so Balsillie, "nur an der Oberfläche dessen gekratzt, was möglich ist". Durch den Verkauf der bislang vor allem von Geschäftsleuten genutzten Geräte an private Konsumenten will RIM nun einen neuen Boom auslösen.

Mit neuen Modellen für Privatleute will RIM den Wettbewerb zu Produkten mit ähnlichen Funktionen, wie etwa dem "iPhone" von Apple, aufnehmen. Solche Geräte, in denen Hardware und Serviceangebot zusammenwachsen, erklärte Balsillie "zum heißesten Wachstumsgebiet in der Technikwelt". Konkrete Angaben zu Mengen, Funktionen, Erscheinungsterminen oder gar Preisen nannte der Firmenchef jedoch nicht.

RIM bläst der Wind ins Gesicht

RIM bleibt mit seinem proprietären System wohl nichts anderes übrig als in den Massenmarkt zu gehen. Seit Microsoft vor etwa zwei Jahren das E-Mail-Pushing in Windows Mobile integriert hat und seit einer Weile auch Palm-OS-Geräte E-Mails pushen können, weht RIM heftiger Gegenwind ins Gesicht. Marktbeobachter sagen deshalb schon lange voraus, dass die Firma dieses Rennen nicht gewinnen kann, wenn bald jedes Smartphone E-Mails empfangen kann.

Im ersten Quartal dieses Jahres hatte RIM diese Prognosen indes noch wiederlegt: Zwischen Januar und März 2007 steigerte der Blackberry-Hersteller seinen Gewinn eigenen Angaben zufolge im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um gut 73 Prozent auf 223 Millionen US-Dollar.

Die Zahl der Blackberry-Abonnenten sei im gleichen Zeitraum auf mehr als neun Millionen gestiegen. Seit diesem Sommer seien insgesamt bereits 20 Millionen Blackberry-Geräte weltweit  ausgeliefert worden, heißt es.

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