
Steve Jobs lästert über Android und 7-Zoll-Tablets
Mit 14,1 Millionen verkaufter iPhones, über 4 Millionen iPads und einem neuen Rekordquartal im Rücken hat sich Apple-Boss Steve Jobs nun die Konkurrenz vorgeknöpft und Gerüchte ausgeräumt.
Rund fünf Minuten lang hat sich Jobs über Googles Android, BlackBerry-Macher RIM (Research in Motion) und 7-Zoll-Tablets ausgelassen.
Android
Über Android hatte er zu sagen, dass Google sein Betriebssystem gerne als offen, iOS dagegen als geschlossen bezeichnet. Jobs sehe bei Android eher den Nachteil der Fragmentierung, die diese Offenheit mitbringt. iOS sei integrierter. Entwickler für iOS könnten sich auf eine einzelne Plattform konzentrieren während Android-Programmierer ihre Zeit dafür aufwenden müssten, ihre Applikation auf "100 verschiedenen Geräten" zu testen. Man sei zuversichtlich, dass Apples Ansatz über Googles triumphieren werde (O-Ton siehe unten).
Zum Thema Fragmentierung führt Jobs auch an, dass zum Beispiel Amazon, Verizon und Vodafone eigene App Stores für Android eröffnen. Das brächte für die Nutzer den Nachteil ein, verschiedene Stores nach Apps durchsuchen zu müssen. Entwickler hätten ein ähnliches Entscheidungsproblem.
Auch die kursierenden Zahlen wollte Jobs (aus seiner Sicht) richtigstellen. 200.000 Android-Smartphones würden pro Tag aktiviert und 90.000 Apps befänden sich im Android Market. Offizielle Zahlen zu verkaufen Geräten gäbe es angeblich nicht. Apple aktiviert täglich im Durchschnitt 275.000 Geräte mit iOS und hat inzwischen 300.000 Apps in seinem Store.
RIM
Research in Motion bekam ebenfalls sein Fett weg, wenn auch etwas zurückhaltender als Android. Da Apple in diesem Jahr RIM bei den Verkäufen von Geräten überholt habe, müsse RIM seine Strategie umstellen und laut Jobs ein "Unternehmen für Software-Plattformen" werden. Er glaube, dass es für RIM eine Herausforderung werde, eine konkurrenzfähige Plattform zu entwickeln und Programmierer davon zu überzeugen, Apps dafür zu erstellen. Das RIM Playbook Tablet hat sich Jobs indirekt in seinen Äußerungen zu 7-Zoll-Tablets vorgenommen.
7-Zoll-Tablets
Nach dieser Rede wird wohl niemand mehr mit einem 7-Zoll-iPad rechnen. Laut Jobs sind 7-Zoll-Tablets zu groß, um gegen Smartphones und zu klein, um gegen das iPad konkurrieren zu können. Apple habe ausschließlich Eigenentwicklungen in das iPad gesteckt und ein hochwertiges Produkt zu einem angemessenen Preis geschaffen. Die Produkte der Konkurrenz würden weniger, nicht nur in Sachen Displaygröße, anbieten - und das zu einem höheren Preis.
Jobs erwartet, dass 7-Zoll-Tablets "DOA" sein werden - dead on arrival (bei der Ankunft bereits tot). Die Hersteller von 7-Zoll-Tablets würden die schmerzhafte Lektion lernen, dass ihre Tablets zu klein sind und sie werden im kommenden Jahr auf größere Displays umschwenken. Kunden und Entwickler, die auf den 7-Zoll-Zug aufgesprungen sind, blieben dabei auf der Strecke.
Jobs vergisst auch nicht zu erwähnen, dass alle Tablets, die jetzt auf den Markt kommen, noch keine Apps mitbringen, während man für das iPad bereits 35.000 Apps im Store finden könne.
Nachdem Jobs seine Ansichten über den Mobil-Markt nun kundgetan hat, kann er sich wieder seinem anderen Geschäften widmen. Am 20. Oktober findet ein Event rund um die Computersparte von Apple statt.
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