
Telefonieren
Studie: Mobilfunk statt Festnetz
30 Prozent der deutschen Festnetz-Kunden könnten sich heute vorstellen, auf diesen Anschluss zu verzichten und nur über das Mobilfunknetz zu telefonieren. Die Realität sieht aber anders aus: Nur 12 Prozent sind tatsächlich ausschließlich über Mobiltelefon zu erreichen.
Eine aktuelle GfK-Studie, die im Auftrag des Mobilfunkanbieters E-Plus erstellt wurde, zeigt die wachsende Bereitschaft auf einen Festnetzanschluss zu verzichten und stattdessen ganz auf Mobilfunk zu setzen. Wichtiger Faktor bei der Entscheidung ist jedoch die finanzielle Seite. Denn jeder zweite Wechselwillige erhofft sich dadurch eine finanzielle Ersparnis.
Zwischen Wunsch und Realität klafft jedoch eine Lücke. Obwohl jeder Dritte dazu bereit ist, so sind in Deutschland laut EU Household Survey (Juli 2011) nur rund zwölf Prozent der Haushalte auch wirklich ausschließlich über das Mobiltelefon zu erreichen. Daran hat sich in den letzten zwei Jahren relativ wenig geändert - 2009 lag der Anteil der reinen Mobiltelefonierer in Deutschland bei 11 Prozent. Einer der Gründe für den langsamen Wandel: Viele Menschen möchten den Anrufern nicht zumuten, die im Vergleich zum Festnetz höheren Gebühren für Gespräche in Mobilfunknetze zu zahlen.
In anderen europäischen Staaten sieht es anders aus, wie der Auftraggeber der Studie E-Plus in einer Pressemitteilung meldet. Im EU-Durchschnitt haben heute 27 Prozent aller Haushalte - laut EU Household Survey - kein Festnetzanschluss mehr. Im EU-Vergleich liegt Deutschland damit lediglich auf Platz 23 von 27. In den zwölf neuen EU-Mitgliedsstaaten ist "mobile only" sogar in mehr als jedem zweiten Haushalt üblich – das Telefonieren ausschließlich mit dem Handy ist dort längst Alltag.
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