Speedport-Modelle betroffen

Telekom-Störung: Router waren Ziel von Hackerangriff

Ein Sprecher der Deutschen Telekom hat nun bestätigt: Ein Hackerangriff führte zu den Netzstörungen am Wochenende. Das Ziel sind Router aus der Speedport-Reihe.

Router - Symbolbild

© a_korn - fotolia.com

Kein Internet hieß es am Wochenende für Hunderttausende Kunden der Telekom.

Die bundesweite Netzstörung bei der Telekom​ wurde neuesten Erkenntnissen zufolge durch einen weltweiten Hackerangriff auf Fernwartungsschnittstellen verursacht.​ Dies hat die Telekom in einem offiziellen Statement​ bestätigt. Auch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnologie (BSI) schließt sich dieser Vermutung an. Von der Cyberattacke waren konkret zwei Router der Telekom aus der Speedport-Reihe betroffen. Vier bis fünf Prozent der Telekom-Kunden waren damit Opfer des Angriffs, so Thomas Tschersich, Leiter der Group Security Services bei der Deutschen Telekom. Die Hacker-Attacke führte zu abstürzenden Routern, eine Nutzung des Festnetzes war nur eingeschränkt oder gar nicht möglich.

Schutzmaßnahmen bereits implementiert

Die Telekom hat laut eigenen Aussagen bereits einige Filtermaßnahmen im Netz implementiert, die die Router vor Neuinfizierung schützen sollen. Kunden, die von der Netzstörung betroffen sind, wird geraten, den Router kurzzeitig vom Netz zu nehmen und dann neu zu starten. Nach dem Neustart sollte der Router normal funktionieren und die Schadsoftware nicht mehr auf dem Gerät vorhanden sein.

Ergänzend existiert ein Software-Update, welches die Telekom zum Download unter www.telekom.de/stoerung zur Verfügung stellt. Dieses soll Neu-Infektionen auf den betroffenen Routern verhindern. Kunden der Telekom, die die Funktion Easy Support aktiviert haben, erhalten ein automatisches Update, welches nach und nach an die betroffenen Geräte ausgeliefert wird.

Am Wochenende war es durch die Hacker-Attacke zu massiven Netzproblemen bei der Deutschen Telekom gekommen. Angeblich waren etwa 900.000 Router betroffen.

Telekom-Statement zum weltweiten Hack-Angriff

Quelle: Deutsche Telekom
Thomas Tschersich, Leiter der Group Security Services bei der Deutschen Telekom zur aktuellen Lage im Bezug auf Netzstörung und Hackangriff.

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