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Desktop-Linux für Android

Ubuntu will auf das Smartphone

ubuntu android
Canonical hat Ubuntu für Android angekündigt und will das Linux-System auf dem Mobile World Congress in Barcelona erstmals auf einem Smartphone öffentlich vorführen. „In jedem Dualcore-Smartphone steckt ein vollwertiger PC“, verspricht der Anbieter.

Dabei will Canonical den Ubuntu-Desktop gar nicht auf einem kleinen Smartphone-Display abbilden. Das Konzept ist vielmehr an das Lapdock von Motorolas Atrix angelehnt: Über eine Docking Station mit einem Monitor und einer Tastatur verbunden, wird das Ubuntu-System gebootet und ermöglicht vollwertiges Internetsurfen oder die Bearbeitung von Dokumenten. Das mobile Ubuntu kommt mit einer kompletten Desktop-Ausstattung, dazu gehören Firefox, Chromium, Thunderbird, der VLC Player und die Videoschnittsoftware Pitivi.

Das Desktop-System ist eng mit Android und den Telefonfunktionen verknüpft. Es soll etwa möglich sein, mit dem Android-Browser im Internet zu surfen, das Telefon in das Dock zu stecken, Ubuntu zu starten und die Internetsession dann nahtlos fortzusetzen. Außerdem hat man Zugriff auf das Adressbuch des Telefons und kann die Kontakte sogar anrufen oder eine SMS schreiben. Auch Fotos, die man mit dem Smartphone gemacht hat, lassen sich am Linux-Desktop bearbeiten.

Weil Ubuntu und Android den selben Kernel nutzen, können beide parallel ausgeführt werden. Während das Telefon im Dock steckt, bleibt Android auf dem kleinen Touchscreen also aktiv. Erforderlich ist lediglich eine Docking Station, die mit jedem handelsüblichen Monitor oder auch Fernseher verbunden werden kann. Der Clou dabei: Canonical hat seine Unterhaltungsplattform Ubuntu TV integriert, sodass man das Smartphone-Linux auch wie ein Mediacenter am Fernseher nutzen kann.

Dabei will Canonical den Ubuntu-Desktop gar nicht auf einem kleinen Smartphone-Display abbilden. Das Konzept ist vielmehr an das Lapdock von Motorolas Atrix angelehnt.

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Auf dem Smartphone muss dafür Android in Version 2.3 installiert sein. Ein Dualcore-Prozessor und 512 Megabyte Arbeitsspeicher sind ebenfalls Mindestvoraussetzungen. Um das System zu installieren, sind außerdem 2 Gigabyte freier Telefonspeicher erforderlich. Allerdings kann nicht jeder das System herunterladen und auf sein Telefon packen. Canonical wird es nur Netzbetreibern und Herstellern anbieten, die es auf ihren Geräten vorinstallieren können. Die sollen auch die dafür nötigen Docking Stations anbieten.

Ob Ubuntu für Android zu den Endkunden kommt, liegt jetzt also bei den Unternehmen. Canonical hat den ersten Schritt gemacht und das Datum für einen Marktstart offen gelassen.

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