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UMTS: Nutzerzahlen verfünffacht
Am Sonntag war Weltfernmeldetag, aka Tag der globalen Informationsgesellschaft. Damit soll an die Gründung der Weltfernmeldeunion (ITU) am 17. Mai 1865 in Paris erinnert werden. Der Verein Informationszentrum Mobilfunk e.V. (IZMF), 2001 von den deutschen Mobilfunkbetreibern gegründet, nennt aus diesem Anlass Zahlen zur jüngsten Mobilfunkentwicklung.
Die wichtigsten Themen: die mobile Datenübertragung per UMTS und der Nachfolger HSDPA und LTE (Long Term Evolution). Laut IZMF sind 77 Prozent der Standorte, an denen Mobilfunkempfang möglich ist, mit UMTS versorgt. Die Zahl der regelmäßigen Nutzer hat sich dem Verein zufolge in den letzten drei Jahren fast verfünffacht.
Nach Expertenprognosen soll der mobile Datenverkehr von heute ungefähr 50 MByte auf ungefähr 450 MByte pro Nutzer im Jahr 2015 ansteigen. Mit LTE sollen zudem schnellere Datenraten als die heute maximal 7,2 MBit/s im Download bei HSDPA erreicht werden. Das IZMF rechnet mit dem Einsatz der ersten LTE-Netze voraussichtlich ab 2010.
Insgesamt telefonierten 107,2 Millionen Teilnehmer im Jahr 2008 in den deutschen Mobilfunknetzen. Nach Angaben der Bundesnetzagentur verzichten inzwischen elf Prozent der deutschen Haushalte zugunsten eines Handys auf einen Festnetzanschluss.
Mobilfunknutzer telefonierten im vergangenen Jahr 84 Milliarden Minuten vom Handy aus. 2007 betrug das Gesprächsvolumen 76,4 Milliarden Minuten. Für den Anstieg macht das IZMF unter anderem Angebote von Discountern und Flatrates verantwortlich.
Mit 29,1 Milliarden versendeten Kurzmitteilungen hat sich 2008 die Zahl der SMS seit Beginn der Erfassung im Jahr 1999 verachtfacht.
Das Regionale Informationszentrum der Vereinten Nationen für Westeuropa (UNRIC) erklärte zum Weltfernmeldetag, das Internet habe mittlerweile mehr als 600 Millionen Nutzer in Asien, 130 Millionen in Lateinamerika und der Karibik sowie 50 Millionen in Afrika.
Das Internet sei damit ein immer weiter wachsendes Mittel zur Kommunikation. Es treibe die Weltwirtschaft voran, fördere Gewerbe und Handel und unterstütze eine verbesserte medizinische Versorgung sowie die Produktion von Lebensmitteln und Bildung.
Deshalb, so das UNRIC, werde der Schutz des Internets vor Angriffen von Internetkriminellen immer wichtiger. Als Motto für den Weltfernmeldetag hat sich die Organisation den "Schutz der Kinder im Cyberspace" auserkoren.
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