Mobilfunk-Netz

Vodafone: Eigene Funkzelle fürs Unternehmen

Vodafone bietet jetzt seinen Geschäftskunden die Möglichkeit, per Micro-Basisstation den UMTS-Empfang in ihren Geschäftsräumen zu optimieren. Zwei Femtozell-Lösungen stehen zur Auswahl.

Vodafone UMTS, Business-Mann surft

© Vodafone

Vodafone UMTS, Business-Mann surft

Mit Micro-Basisstationen, auch Femtozelle genannt, können Unternehmen die UMTS-Mobilfunkversorgung etwa in der Hotellobby, in Restaurants oder in Büroräumen optimieren. Damit lässt sich die Signalstärke verbessern, die durch eine ungünstige geografische Lage oder durch bauliche Faktoren (wie etwa beschichtete Glasscheiben) beeinträchtigt wird.

So funktioniert die Micro-Basisstation

Der Geschäftskunde erhält eine kleine Box, die nichts anderes ist als eine Mobilfunk-Basisstation im Mini-Format. Diese Box wird per Datenkabel mit  einem Internet-Anschluss des Kunden (beispielsweise DSL) verbunden. Sie baut dann eine UMTS-Funkzelle im Gebäude des Kunden auf. Die Box versorgt alle Vodafone UMTS-Geräte in der Umgebung, sodass die Nutzer mit diesen Geräten im UMTS-Netz telefonieren und surfen können. Gespräche, die innerhalb der privaten Femtozelle begonnen werden, werden außerhalb ihrer Reichweite ohne Unterbrechung ans öffentliche Mobilfunknetz übergeben.

8 Festnetz-Provider im Test

Der Besitzer der Micro-Basisstation kann zwischen einem offenen oder einem geschlossenen Betriebsmodus wählen. Ähnlich wie bei einem offenen WLAN profitieren alle Vodafone-Mobilfunkteilnehmer im offenen Betriebsmodus ohne Zugangsbeschränkungen von einer optimalen Indoor-Mobilfunkversorgung. Beim geschlossenen Modus hat nur ein ausgewählter Benutzerkreis Zugang zur Micro-Station. Die berechtigten Endgeräte müssen zuvor bei der Station angemeldet werden.

Zwei Varianten gibt es

Vodafone bietet zwei Hardware-Varianten an: Die Minizelle Sagemcom AP 2820V hat eine Reichweite von etwa 30 Metern. Sie erlaubt acht gleichzeitige Telefonate und bietet vier Datenkanäle mit einer Übertragungsgeschwindigkeit von bis zu 7,2 Mbit/s. Diese Box wird ab Oktober verfügbar sein. Sie kostet für Vodafone-Geschäftskunden einmalig 1 Euro, dazu kommt ein monatlicher Servicepreis von 17,73 Euro.

10 AVM Fritzboxen im Vergleich

Die Huawei ePico 3802V ist leistungsstärker. Sie erlaubt 28 gleichzeitige Telefonate und 28 Datenkanäle in einem Umkreis von etwa 70 Metern rund um den UMTS-Router. Die Geschwindigkeit im heimischen UMTS-Netz kann bis zu 21,6 Mbit/s betragen. Diese Variante ist vor allem für mittelständische und größere Unternehmen interessant. Sie kostet den einmaligen Preis von 285,48 Euro plus monatlich noch 47,48 Euro (alle Preise inkl. MwSt).

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