SMS-Ersatz-App boomt

WhatsApp hat 300 Millionen User und startet Voice Messaging

Die SMS-Alternative WhatsApp hat nun beachtliche 300 Millionen aktive Nutzer. Fast zeitgleich bringt der Messaging-Dienst eine neue Funktion. Mit Push-to-Talk-Voice-Messaging soll die Kommunikation zwischen Usern neue Dimensionen annehmen.

Boom bei WhatsApp

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Boom bei WhatsApp

Der SMS-Ersatz WhatsApp erreicht 300 Millionen aktive Nutzer. Das gab das junge Unternehmen gegenüber AllThingsD - dem Technik-Blog des Wall Street Journals - bekannt. Die App löst seit mittlerweile vier Jahren für die meisten Smartphone-Nutzer das Versenden von SMS ab. Dadurch, dass die App Nachrichten via Internet versendet, ist der Dienst weitgehend kostenlos. Infos zu Preisen entnehmen Sie unserer Meldung zum WhatsApp-Gebührenmodell.

Wie das Startup bekannt gab, werden täglich 31 Milliarden Nachrichten versendet. Im Juni waren es noch 27 Milliarden: ein beachtlicher Zuwachs. Die 31 Milliarden Nachrichten setzen sich aus 11 Milliarden versendeten und 20 Milliarden empfangenen Nachrichten zusammen. Zudem werden in etwa 325 Millionen Bilder versendet. Der auf dem ersten Blick unlogische Unterschied zwischen gesendeten und empfangenen Nachrichten ergibt sich vordergründig durch das Nutzen von Gruppen, in denen Nachrichten einmal versendet, aber merhmals empfangen werden.

WhatsApp: Die 16 besten Tipps & Tricks

Auf die Frage, was als nächstes folgt, antwortete Jan Koum, WhatsApp-Mitgründer und CEO, dass WhatsApp um Push-to-Talk-Voice-Messaging erweitert wird. Die neue Funktion soll für alle WhatsApp-Dienste gleichzeitig erscheinen, egal ob auf Android, iPhone, Windows-Phone, BlackBerry oder Nokia. Laut Jan Koum wurde die Funktion über die letzten sechs Monate "liebevoll designed". Dabei achteten die Macher darauf, das Voice-Messaging analog zur bisherigen App möglichst einfach zu gestalten. Die Länge der Sprachnachrichten soll dabei unbegrenzt bleiben.

Zur Aufnahme eines Memos soll nur ein Antippen nötig sein. Sollte sich der User entscheiden, die Sprachnachricht zu versenden, so müsse er nur wieder loslassen. Entscheidet er sich, die Nachricht nicht zu versenden, so soll mit dem Finger nach links geschwischt werden, um die Nachricht zu löschen. Laut Herrn Koum gibt es zwei wesentliche Argumente, weshalb sich die neue Funktion durchsetzen soll. Zum einen ist es für die Nutzer eine Erleichterung kurze Nachrichten ins Smartphone zu sprechen, anstatt diese abzutippen. Außerdem ist das Voice-Messaging bei internationalen Kontakten, beispielsweise dem Chatten mit russischen Landsleuten von Vorteil. Da das russische Alphabet 33 Buchstaben besitzt, ist es aufwendig, einen Text abzutippen. Hier erleichtert das Einsprechen der Nachricht enorm, so Koum gegenüber AllThingsD.

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