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Ärger beim Wechseln vermeiden

Jeder kennt in seinem Bekanntenkreis mindestens ein Beispiel, bei dem der Anbieterwechsel gründlich schiefging: Wochenlang ohne Telefonanschluss, dauerbesetzte Hotlines, Schwarzer-Peter-Spiele zwischen neuem und altem Betreiber – das sind die typischen Pannen und Ärgernisse. Wenn Sie die folgenden Tipps befolgen, verringern Sie zumindest das Risiko.

Die Telekom-Konkurrenten schieben die Schuld gern schnell auf den Ex-Monopolisten: Er verzögere absichtlich die Umschaltungen der Teilnehmer-Anschlussleitungen, um wechselbereiten Kunden und den alternativen Anbietern das Leben schwer zu machen. T-Home räumt ein, dass beim Wechsel Probleme auftreten können und ihre Mitarbeiter bisweilen Fehler machen. Doch oft seien auch die neuen Anbieter schuld, die dem oft unerwartet hohen Kundenansturm nicht gewachsen seien.

Und auch die Kunden selbst sind an manchem Fehler oder Missverständnis nicht schuldlos. Etwa, wenn sie gegenüber dem neuen Anbieter unvollständige Angaben machen oder sich schlichtweg bei Namen, Rufnummern oder Anschriften vertippen. An den Service-Problemen der betroffenen Unternehmen können wechselwillige Kunden nichts ändern. Doch wer die folgenden Tipps beherzigt, erhöht die Chancen auf einen problemlosen Umstieg:

• Ansprechpartner ist immer der neue Anbieter. Bei ihm beantragen Sie den Wechsel, er stimmt mit der Telekom die Umschaltung ab – schicken Sie selbst unter keinen Umständen eine Kündigung an den alten Betreiber. Und allein an den neuen Anbieter sollten Sie sich auch bei Problemen wenden.

• Antrag sorgfältig ausfüllen. Kontrollieren Sie Schreibweisen, Rufnummern und Adressen lieber einmal zu viel, als dass sich Fehler einschleichen. Nehmen Sie sich für die Bestellung ausreichend Zeit und geben Sie von vornherein alle gewünschten Optionen mit an. Vergessen Sie nicht, Ihre bisherigen Rufnummern zu nennen, wenn Sie diese übernehmen wollen. Versetzen Sie sich in die Lage der Mitarbeiter, die täglich zig Bestellungen bearbeiten: Falls irgendetwas vom Standardschema abweicht, sollten Sie es, wenn möglich, deutlich kennzeichnen.

• Bei Problemen schriftlich kommunizieren. Klar lässt sich vieles auch schnell über die Hotline klären. Werden Sie dort aber minutenlang vertröstet oder ist der Kundenservice nur unter teuren Rufnummern erreichbar, kommunizieren Sie lieber schriftlich. Zeigt sich der neue Anbieter störrisch, setzen Sie ihm per Einschreiben eine Frist von 14 Tagen. Drohen Sie in diesem Schreiben bereits den Rücktritt vom Vertrag an, falls der Anschluss bis zu diesem Termin nicht geschaltet ist.

Falls die Frist verstreicht und Sie Ihre Drohung wahr machen wollen, müssen Sie noch eine schriftliche Kündigung schicken. Nehmen Sie darin den Hinweis auf, dass sich der Anbieter seit der von Ihnen gesetzten Frist in Verzug befindet. Dann können Sie eventuell sogar Schadenersatz für Unkosten verlangen, die Ihnen durch den misslungenen Wechsel entstehen – etwa Handytelefonate oder Gebühren im Internetcafé. Natürlich werden sich die Anbieter in solchen Fällen querstellen – im Zweifel helfen Verbraucherzentralen oder, wenn die Situation eskaliert, ein Anwalt.

Die unterschiedlichen DSL-Varianten

Welche Übertragungsgeschwindigkeit braucht Ihr Internet-Anschluss? Über diese Frage sollte man sich im Klaren sein, bevor man überhaupt einen DSL-Anschluss bucht.

Ratgeber DSL und Telefon: Der richtige Festnetzanbieter
Bild vergrößern 260 119 http://img1.magnus.de/Ratgeber-DSL-und-Telefon-Der-richtige-Festnetzanbieter-r260x119-C-49c5a7d9-14584573.jpg Schnell, schneller, am schnellsten: Die Download-Zeiten für einen zweistündigen Spielfilm (800 MB) verdeutlichen die Unterschiede der DSL-Varianten in puncto Geschwindigkeit

Schnell, schneller, am schnellsten: Die Download-Zeiten für einen zweistündigen Spielfilm (800 MB) verdeutlichen die Unterschiede der DSL-Varianten in puncto Geschwindigkeit

Insbesondere Telekom-Reseller, aber auch die meisten Telefongesellschaften mit eigenem Netz bieten ihren Kunden typischerweise DSL-Anschlüsse in unterschiedlichen Übertragungsgeschwindigkeiten an – sofern die hohen Geschwindigkeitsstufen am gewünschten Nutzungsort tatsächlich verfügbar sind. Zur Wahl stehen dabei meistens die Varianten 1000, 2000, 6000 oder 16 000 Kilobit pro Sekunde. DSL 1000 und DSL 2000 ist eher für Einsteiger und Gelegenheitsnutzer geeignet.

DSL 6000 sollte mindestens wählen, wer öfter große Datenmengen überträgt und auch Multimedia-Dienste wie Video-Streaming, Musikdownloads und Ähnliches nutzen will. Auch Voice-over-IP-Telefonierer sollten nach Möglichkeit mindestens DSL 6000 abonnieren. DSL 16 000 sowie die (derzeit nur von T-Home angebotenen) VDSL-Varianten mit 25 und 50 Mbit/s richten sich an Power-User.

Diese schnellen Leitungen taugen sowohl für den Fernsehempfang per DSL und Video on Demand wie für berufliche Vielnutzer oder Bürogemeinschaften.



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