8 neue Aufgaben fürs alte Handy

Altes Smartphone als Babyphone, Radio oder Hotspot nutzen

Das alte Handy oder Smartphone lässt sich dank WLAN, Bluetooth, GPS, Kamera und Mikrofon für die unterschiedlichsten Aufgaben einsetzen: Als Babyphone, Dashcam, WLAN-Hotspot oder Medienserver. Wir zeigen acht neuen Aufgaben fürs alte Handy.

  1. Altes Smartphone als Babyphone, Radio oder Hotspot nutzen
  2. Handy als WLAN-Hotspot, Fernbedienung und Medienserver
Verschiedene Smartphones

© Archiv

Oldie but Goldie: Wir geben Ihnen Tipps, wie Sie das Beste aus Ihrem alten Handy herausholen.

Das alte Handy wurde durch ein neues ersetzt, Kamera und Prozessor waren in die Jahre gekommen, das Betriebssystem nicht mehr ganz frisch und das neue Modell sieht einfach schicker aus? Dennoch wollen Sie Ihr altgedientes Smartphone nicht einfach weggeben? Recht so, denn bei jedem dieser schlauen Mobiltelefone handelt es sich im Grunde um einen kleinen, gut ausgestatteten Computer, der jede Menge Möglichkeiten bietet.

So eignet sich das betagte Ding immer noch gut als Zweithandy für Weltreisen, Klettertouren oder Skiabfahrten. Schließlich funktionieren GPS und Telefonfunktion auch in alten Geräten meist noch reibungslos. Auch als Motivator für die regelmäßige Joggingrunde macht das alte, kleinere Smartphone im Gegensatz zu den neuen Topmodellen mit ihren oft riesigen Displays mehr Sinn - Sie müssen nur eine entsprechende App wie Sportstracker oder Runtastic aufspielen und mit Ihrem Bluetooth-Brustgurt loslaufen.

Mit der passenden App können Sie Ihr ausgedientes Phone zudem im Handumdrehen in ein Babyphone, eine Überwachungskamera oder einen Media Server verwandeln. Lesen Sie, wie das im Detail funktioniert und was es sonst noch an Jobs für Oldies gibt.

1. Altes Handy als Babyphone einsetzen

Um Ihren schlafenden Nachwuchs zu überwachen, müssen Sie kein teures Babyphone kaufen. Ihr altes Smartphone und die App "Babyphon (Baby Monitor)" oder "BabyMonitor" schaffen das spielend. Wenn das Baby hustet oder weint, wählt die App eine vorher festgelegte Telefonnummer und Sie hören alle Geräusche aus dem Kinderzimmer. Anders als Standard-Babyphones funktioniert dieses System auch durch dicke Betonwände hindurch.

Babyphone-App

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Mit der passenden App überwacht Ihr ausgedientes Smartphone den Schlaf Ihres Babys.

Der große Vorteil: Sie können den Abend bei Nachbarn zwei Häuser weiter oder im Urlaub an der Hotelbar genießen und sind trotzdem gewarnt, wenn Ihr Kind aufwacht. Die App wird übrigens nur im Notfall aktiv. Und das ist deutlich angenehmer als das Dauerrauschen klassischer Babyphones, bei denen ständig Signale übertragen werden.

Und wegen Strahlung und Elektrosmog müssen Sie sich auch keine Sorgen machen. Die Babyphone-App sendet nicht kontinuierlich, sondern läuft im Standby-Modus. Was Sie bei dieser Variante der Schlafüberwachung allerdings brauchen, ist eine zweite SIM-Karte mit etwas Guthaben, die in Ihrem alten Phone stecken muss.

2. Das Smartphone als Internetradio

Ganz ohne SIM-Karte, dafür aber mit WLAN und der passenden App richten Sie Ihre Internetradiostation ein. Apps wie Radio.de, TuneIn oder Last.fm senden aus den verschiedensten Ländern alle erdenklichen Musikrichtungen rund um die Uhr. So können Sie sich je nach Stimmung kostenlos von Afro-Dance bis Soca den passenden Sound ins Wohnzimmer holen. Auch viele renommierte Sender wie der Deutschlandfunk und viele lokale Anbieter haben eigene Apps.

Internetradio

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Das alte Smartphone lässt sich als Internetradio nutzen - eine funktionierende WLAN-Verbindung ist natürlich Voraussetzung.

Und so bringen Sie die Sache zum Laufen: Schließen Sie am Klinkenstecker des Smartphones statt Kopfhörern einfach eine mobile Box an - schon ist die heimische Radiostation fertig. Unterstützt der Lautsprecher Bluetooth oder DLNA, können Sie sogar drahtlos lauschen.

3. Praktisches Diktiergerät

Die App "Philips Dictation Recorder" bringt die Funktionen eines Profi-Diktiergerätes aufs Smartphone. Sie haben die Möglichkeit, Gesprochenes aufzunehmen, wiederzugeben, zurück- und vorzuspulen. Sie können Texte einfügen oder das Diktat einfach überschreiben. Wie bei den professionellen digitalen Recordern kann jede Aufnahme mit Metadaten wie "Dringend!" versehen werden.

Der Philips Dictation Recorder erlaubt es zudem, in Kategorien zu sortieren und Attribute hinzuzufügen. Außerdem lässt sich das Diktat direkt per Mail verschicken. Einziges Manko: Die Einstellung der Aufnahmequalität und des Dateiformats ist nicht möglich.

Diktiergerät

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Wer lieber einen Text diktiert als tippt, kann dazu sein ausgedientes Smartphone nutzen.

Apps, die Ihr Smartphone in ein Diktiergerät verwandeln, gibt es viele. Empfehlenswert ist auch der "HD Audio Recorder Pro". Er erlaubt Aufnahmen im WAV- und AAC-Format und hält ebenfalls eine Funktion zum Versenden der Aufnahmen per Mail bereit. Zudem können die Audiodateien zu Clouddiensten wie Dropbox hochgeladen werden und sind so stets greifbar.

4. Das Smartphone als Überwachungskamera

Wenn Sie beispielsweise im Urlaub ruhig schlafen wollen, setzen Sie Ihr altes Smartphone daheim als Überwachungskamera ein. Platzieren Sie es dazu unauffällig so, dass es neuralgische Punkte in Wohnung oder Haus im Blick hat. Mit der App "Motion Detector Pro" löst das Smartphone dann die Kamera aus, wenn sich in deren Fokus etwas bewegt. Die Aufnahme können Sie sich als Link entweder per E-Mail oder als SMS an Ihre Mailadresse schicken lassen und direkt aufrufen, um zu sehen, was passiert ist.

Alternativ können Sie diese Bilder auch auf SD-Karte speichern. Wenn Sie lieber einen Live-Blick in Ihr Zuhause wünschen, ist die App "MobileWebCam" die richtige Wahl. Wie jede Webcam schießt sie alle paar Sekunden eine Aufnahme, das Zeitintervall können Sie einstellen. Per Webbrowser können Sie dann nachsehen, was sich in Ihrem trauten Heim so alles tut. Wichtig: Das Handy sollte dabei mit dem Ladekabel verbunden sein, damit der Akku nicht leer wird.

5. Im Auto als Dashcam nutzen

Dass jedes Smartphone über eine Videofunktion verfügt, ist nichts Neues. So kann auch Ihr ausgedientes Exemplar in Kombination mit dem integrierten GPS Aufnahmen mit der genauen Position speichern. Eine interessante Anwendung bietet die Android-App Dashcam Autoguard Blackbox. Wie der Name schon sagt, können Sie Ihr Smartphone in eine Dashcam verwandeln, die während einer Autofahrt alles aufzeichnet.

Dailyroads-Kamera

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Wer sein Smartphone als Blackbox im Auto nutzt, sollte sich über die gesetzlichen Bestimmungen informieren.

In kritischen Situationen, also beispielsweise dann, wenn sich die Geschwindigkeit plötzlich drastisch verringert, macht die App Schnappschüsse inklusive der dazugehörigen Ortsangabe. Bei einem Unfall können Sie die Daten zur Klärung der Unfallfrage heranziehen. Doch Achtung: Das Verwaltungsgericht Ansbach hat am 12. August 2014 geurteilt, dass der Einsatz von Dashcams für ständige Aufnahmen nicht zulässig ist. Denn mit jeder Aufnahme können Persönlichkeitsrechte anderer Verkehrsteilnehmer verletzt werden. In manchen Ländern sind Dashcams daher grundsätzlich verboten und gehören nicht an die Frontscheibe.

Apps dazu gibt es dennoch reichlich. So wandelt beispielsweise DailyRoads Voyager Ihr ausrangiertes Smartphone in eine Kamera. Für die Montage im Auto können Sie wie bei Smartphones üblich einen Saugnapf-Halter nutzen.

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