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Android

Auch Google bietet ein fürs Web optimiertes Smartphone-Betriebssystem sowie ein riesiges Angebot an Zusatzsoftware, die häufig das Internet aufs Display zaubert.

Mehrere Zehntausend Applikationen, die beispielsweise auch VoIP-Telefonate oder die Nutzung von zahlreichen Internet-Diensten ermöglichen, stehen im Android Market zur Verfügung. Natürlich hat Android die meisten Internetdienste von Google gleich im Gepäck: Google Maps, YouTube, der Instant Messenger Google Talk und ein Googlemail-Client sind gut integriert und gut nutzbar. Zudem lässt sich die Suche nach Informationen auf dem Smartphone schnell auf eine Internet-Suche ausweiten. Auch die Anbindung an Exchange-Server ist in der aktuellen Android-Version 2.1 integriert.

Googles Chrome Browser

Der Android-Browser, eine abgespeckte Version des hauseigenen Chrome Browsers, kommt in Sachen Geschwindigkeit und Bedienung recht nah an Apples Safari heran. Und ist an manchen Stellen sogar ein wenig weiter: So unterstützt der neue Browser auch Flash.

Zudem sind einige aktuellere Geräte wie das HTC Desire Multitouch-fähig, sprich mit zwei Fingern lässt sich die Ansicht wie beim iPhone schnell und intuitiv vergrößern. Die Steuerung erfolgt hier ansonsten über Optionen, die über die Menütaste eingeblendet werden: So erscheinen die wichtigsten Funktionen wie Vor- und Zurück-Buttons, die Lesezeichen sowie die Möglichkeit, zwischen mehreren offenen Fenstern übersichtlich zu wechseln.Der Verlauf oder die Möglichkeit, Text auf einer Seite auszuwählen, findet sich nochmals ein Menü­ebene tiefer, von wo es dann auch zu den Einstellungen geht.

Im Gegensatz zum Safari-Browser bietet Android in der aktuellen Version ein wirklich umfangreiches Regelwerk: Vom Fest­legen der Startseite über den Popup-Blocker bis zu den Textgrößen und zur Größe des Cache-Speichers, der bereits geladene Webseiten vorhält, zieht sich das ganze Einstellungsmenü über etwa fünf Displaylängen.

Das wirkt nicht einmal unübersichtlich, und was hinter den einzelnen Optionen steckt, ist so klar beschrieben, dass auch mit rudimentären Internet-Kenntnissen kaum Fragen offenbleiben. So kommt der Browser zwar nicht ganz an die Leistungen des iPhone-Browsers heran, bietet aber etwas mehr an Optionen.

Auch das Einstellungsmenü für die Datenverbindung ist übersichtlich und selbsterklärend. Hier finden sich die Reglements für WLAN, Bluetooth, der Flugmodus, der alle Funkteile deaktiviert, sowie die Möglichkeit, sichere VPN-Verbindungen einzurichten. Auch lässt sich hier festlegen, ob das Smartphone für Internetverbindungen das Mobilfunknetz überhaupt nutzen oder generell nur per WLAN online gehen soll. Und wenn ja, ob dann zumindest im Ausland der Datenempfang übers Mobilfunknetz gesperrt werden soll.

Das ist wirklich vorbildlich gelöst. Zumal die Statusleiste keine Fragen offenlässt: Empfängt das Android-Smartphone Daten per WLAN, zeigt sich in der Statusleiste nur das WLAN-Symbol – bei den meisten Betriebssytemen wird parallel noch anzeigt, ob sie Kontakt zum UMTS-Netz samt HSPA haben, was beim Nutzer Fragen aufwerfen kann.

Insgesamt kann Android in Sachen Internet mit dem iPhone mithalten. Und die Offenheit der Plattform hat ihre Vorteile. So haben Motorola und Sony Ericsson Android um Social-Networking-Funktionen ergänzt. Womit sich Google womöglich keinen Gefallen tut, sind die häufigen Updates für das Betriebssystem.

Im Moment kommen noch Smart­phones mit Android 1.6 auf den Markt; aktuell ist allerdings die Version 2.2 - doch nicht jedes Modell kann man auf die neueste Version updaten, was mitunter für Verdruss sorgt.
 



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