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Android

Dass Daten von einem Gerät zum nächsten wandern, ohne den Umweg übers Internet zu machen, daran hat Google naturgemäß wenig Interesse. Zumal Google ja passende Dienste im Programm hat. Und so ist die Verwaltung von Kontakten und Terminen auf den Datenabgleich mit einem Google-Konto ausgerichtet, wobei  Google auf Microsofts ActiveSync-Protokoll setzt. So ist mittlerweile auch die Anbindung von Android-Smartphones an einen Microsoft Exchange-Server möglich, die Nutzung im beruflichen Umfeld also prinzipiell denkbar.

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Die Kontaktverwaltung auf dem Smartphone ist umfangreich: Für jeden Eintrag lassen sich mehrere Postadressen definieren, wenn auch die ganz speziellen Felder etwa für den Assistenten oder die Kinder eines Kontaktes, wie sie Windows-Smartphones bieten, fehlen. Die Darstellung von gespeicherten Kontakten ist übersichtlich; wie beim iPhone werden nur die Felder angezeigt, die befüllt sind. Zudem gibt es eine frei definierbare Liste, in der man die wichtigsten Kontakte zusammenfassen kann.

Allerdings erstrahlt das Adressbuch erst richtig, wenn man für jeden Kontakt ein Bild hinterlegt, ansonsten erscheint bei jedem Eintrag das grüne Android-Männchen. Bei wenigen Geräten wie dem Sony Ericsson X10 mini pro wird in der Favoritenliste ausschließlich das Bild angezeigt: Sind keine Fotos hinterlegt, lässt sich nicht erkennen, wer hinter welchem grünen Männchen steckt.Obendrein lassen sich nicht bei jedem Android-Gerät die Kontakte nach Nachnamen sortieren. Einige Modelle wie das Samsung Galaxy S beherrschen diesen Kniff, andere wie das HTC Wildfire oder das Motorola XT720 nicht.

Der Kalender ist übersichtlich, Termine lassen sich mit allen nötigen Informationen und auf Wunsch mit mehreren Erinnerungen versehen. Auch der Versand per Bluetooth, E-Mail oder SMS ist möglich - hieran scheitert beispielsweise Apples iPhone. Der Abgleich mit Google Calender ist selbstverständlich; Android-Smartphones lassen sich aber auch an Exchange-Server anbinden.

Android bietet die Möglichkeit, mehrere Kalender zu verwalten, wobei es dabei auch darum geht, jeweils festzulegen, an welchen Online-Kalender der Termin übertragen wird. Zudem lassen sich über Google Calender aus einem Katalog beispielsweise die Feiertage für verschiedene Länder einbinden. Auf dem Android-Smartphone selbst lässt sich dann bestimmen, welche Kalender angezeigt werden.

Eine spezielle Aufgabenverwaltung ist generell nicht vorgesehen und auch eine Notizfunktion ist nicht auf jedem Android-Phone vorinstalliert. Jedoch lassen sich diese Lücken, wenn sie denn als solche empfunden werden, leicht mit Zusatzsoftware aus dem Android Market schließen. Das Gute daran: Durch das reiche Angebot an Software samt zugehöriger Dienste kann man auch besondere Lösungen mit dem Smartphone nutzen.

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Ein Beispiel: Wer Notizen mit mehreren Geräten wie Rechner und Smartphone erstellt, diese aber zentral verwalten will, findet in Evernote einen kostenlosen Service, der genau das übernimmt und für viele Plattformen inklusive Android, Windows und MacOS ein passendes Programm zur Verfügung stellt.

Generell ist es schwierig, allgemeingültige Aussagen zu Android zu treffen. Wie beim Adressbuch unterscheiden sich auch bei der Terminverwaltung die Einstelloptionen von Gerät zu Gerät ein wenig. Beim HTC Wildfire lässt sich beispielsweise festlegen, ob der Kalender beim Aufruf in der Tages-, Wochen- oder Monatsansicht erscheinen soll. Beim Motorola XT720 fehlt diese Option. Der Grund für die Unterschiede zwischen Android-Modellen: Durch die hohe Frequenz an Updates sind Geräte mit ganz unterschiedlichen Android-Versionen auf dem Markt.

Hinzu kommt - und das ist bei den PIM-Funktionen die wichtigere Ursache -, dass die Hersteller die offene Plattform für ihre Geräte immer mal wieder anpassen. Das gilt nicht zuletzt für die Synchronisation mit Outlook: Die ist bei Android eigentlich nicht vorgesehen, aber etwa HTC bietet für seine Modelle eine kostenlose Software zum Download an, die genau das übernimmt.

Wer also auf PIM-Funktionen großen Wert legt und hier besondere Anforderungen hat, sollte sich den gewünschten Android-Kandidaten ganz genau ansehen, um keine bösen Überraschungen zu erleben. Wem hingegen die Google-Dienste genügen, der ist hier wunderbar aufgehoben.

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