Ratgeber

Apple iPhone

Es stand ja lange zur Diskussion, ob  nicht ein zweites, für kleine Displays optimiertes Internet nötig ist. Uns genügt ein Internet, sagten die Nutzer, und waren begeistert, als im iPhone plötzlich ein Smartphone zu haben war, das diese Diskussion beendete.

Der Browser: Safari gibt den Ton an

Safari heißt der hauseigene Browser von Apple, der 2003 erstmals als Betaversion für das Computer-Betriebssystem Mac OS X veröffentlicht wurde und seit 2007 auch für Windows-PCs zur Verfügung steht. Die abgespeckte Smartphone-Version erblickte ebenfalls 2007 zusammen mit dem ersten iPhone das Licht der Welt - und stellte tatsächlich eine Revolution dar. Smartphone-Browser, die auch mit großen Webseiten zurechtkommen, gab es zwar schon länger.

Doch bislang kam kein Smartphone so nahe an das Surferlebnis heran, wie man es vom Computer kennt. Die Stärken des iPhone-Browsers waren genau die Schwächen der Konkurrenz: Geschwindigkeit und eine einfache sowie praxistaugliche Bedienung, die sich an den Browsern am Rechner orientiert.

Im Kern arbeitet Safari mit der WebKit-Engine, die sich um die Anpassung von Webseiten auf kleine Displays kümmert. Eigentlich fast schon ein gängiger Standard: Auch Nokia setzt beim S60-Browser auf WebKit. Die Oberfläche des Apple-Browsers wirkt aufgeräumt und lässt sich einfach so bedienen, wie man es vom PC kennt: Oben gibt's eine Adressleiste zur Eingabe von URLs, daneben ein Eingabefenster für Suchanfragen. Unten am Display finden sich Vor- und Zurück-Buttons, eine Taste zum Aufrufen der gespeicherten Favoriten sowie ein Button, mit dem man zwischen den offenen Browserfenstern wechseln oder eine neue leere Seite öffnen kann.

Genial einfach: Zum Hineinzoomen legt man zwei Finger aufs Display und zieht damit die Ansicht groß. Dabei arbeitet der Browser rasend schnell und macht deutlich: Nicht mehr die Geschwindigkeit der Datenübertragung ist das schwächste Glied der Kette, der Flaschenhals steckt in Zeiten von WLAN und HSPA längst im Smartphone selbst. Wie schnell der Browser empfangene Daten verarbeiten und als Webseite darstellen kann, entscheidet über die Geschwindigkeit und damit den Surfkomfort. Hier hilft natürlich viel Rechenpower, aber auch gut geschriebene Software.

Die Einstellungsoptionen im zentralen Menü "Einstellungen/Safari" umfassen bei der aktuellen iPhone-Software-Version 4.0 zehn übersichtlich angeordnete Einträge. Sich hier zu verirren ist kaum möglich, und da die Einträge für sich sprechen, hat man den Browser schnell im Griff.

In den Einstellungen lässt sich entscheiden, ob der Browser beim Ausfüllen von Online-Formularen mit Vorschlägen behilflich sein soll und welche Suchmaschine Safari für Recherchen nutzen soll; neben Google stehen auch Yahoo und Microsofts Bing zur Auswahl. Hinzu kommen Sicherheitsfunktionen wie ein Popup-Blocker. Safari unterstützt in der neuesten Version bereits HTML5 und bleibt weiterhin der beste Smartphone-Browser. Damit, dass er keine Flash-Inhalte darstellen kann, steht er nicht allein da.

Massig Apps, die ins Netz führen

Neben dem Browser kommt das iPhone auch mit einer Kartenanwendung zur Navigation und Ortsbestimmung und einem YouTube-Client. Was obendrein zur hervorragenden Internet-Funktionalität beiträgt, ist der mehr als prall gefüllte AppStore, der jede Menge Zusatzprogramme (sogenannte Applikationen) bietet, die spezielle Internetdienste per iPhone nutzbar machen oder Inhalte fürs Smartphone-Display optimiert aufbereiten. Hier ist das iPhone oft führend: So gibt es zwar mittlerweile einen Facebook-Client für jede Plattform, doch eine App beispielsweise für die Online-Aufgabenverwaltung Things ist lediglich fürs iPhone zu haben. Nur Android reicht in Sachen Zusatzsoftware ans iPhone heran.

Wie und wann das iPhone online geht, lässt sich gut steuern: Ein kleines Icon in der Statusleiste, die jederzeit zu sehen ist, zeigt an, ob das Web per WLAN oder übers Mobilfunknetz (3G) angezapft wird. Unter "Einstellungen/Allgemein/Netzwerk" lässt sich zum Stromsparen UMTS deaktivieren, der Datenempfang übers Mobilfunknetz komplett oder nur im Ausland abschalten. Hier kann man zudem eine geschützte VPN-Verbindung beispielsweise mit einem Unternehmensserver einrichten.  

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