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Apple iPhone

Immerhin ist Apple den IT-Verantwortlichen entgegengekommen und hat beispielsweise recht schnell die Unterstützung für den Datenaustausch mit Microsoft-Exchange-Servern integriert. Auch sonst hat Apple die PIM-Funktionen nach und nach verbessert. Das Adressbuch etwa, das in den ersten Versionen des iPhone nur über die Telefonfunktion erreichbar war, hat längst einen eigenen Eintrag im Menü. Ob dieser gleich vom Startbildschirm aus erreichbar ist oder zusammen mit anderen Business-Anwendungen auf einem eigenen Screen zusammengefasst wird, kann jeder selbst entscheiden. Und mit der iPhone-Software 4 lassen sich nun endlich auch verwandte Anwendungen in Ordnern zusammenfassen.

Apple iPhone

© Archiv

Die eigentliche Kontaktverwaltung ist umfangreich, pro Kontakt lassen sich mehr als drei Postadressen speichern. Auch spezielle Felder etwa für den Spitznamen, die berufliche Position oder die Abteilung stehen bereit. Jedem Kontakt ein Foto und einen eigenen Klingelton zuzuweisen klappt wie bei allen Plattformen. Den allermeisten Nutzern wird das Gebotene genügen; was fehlt, ist die Möglichkeit, Kontakte in Gruppen zusammenzufassen.

Sehr überzeugend ist die Suchfunktion, gerade wenn das iPhone eine große Adressliste verwalten soll. So findet sich im Adressbuch oben ein Suchfeld und rechts ein Alphabet, über das man schnell und sicher zum gewünschten Buchstaben scrollen kann. Alternativ kann auch die Spotlight-Suche genutzt werden. Die ist einen Wischer nach rechts vom Startbildschirm entfernt, durchsucht wirklich das komplette Gerät und findet beispielsweise auch Termine.

Der Kalender selbst kann sich ebenfalls sehen lassen. Um Termine etwa nach privaten oder beruflichen Anlässen zu kategorisieren, muss man entsprechend verschiedene Kalender in Outlook oder iCal anlegen. Bei der nächsten Synchronisierung stehen die Kategorien auch auf dem iPhone zur Verfügung. Ansonsten sind die üblichen Details wie ein Notizfeld oder die Frequenz bei sich wiederholenden Terminen einstellbar. Eine Aufgabenverwaltung bietet das iPhone nicht, eine Notizfunktion für getippten Text ist vorhanden. Wer auf eine Aufgabenverwaltung Wert legt oder Notizen als einfache Skizzen direkt aufs Display zeichnen will, der findet im App Store, Apples Online-Shop für Zusatzsoftware, eine große Auswahl an kleinen Helfern, von einfachen Kostenlosprogrammen bis zu aufwendigen Lösungen.

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Auch die Integration der PIM-Funktionen ins Betriebssystem ist gelungen. Geburtstage, die im Adressbuch hinterlegt sind, erscheinen automatisch im Kalender. Und beginnt man etwa in der Kartenanwendung im Suchfeld zu tippen, wird automatisch das Adressbuch nach möglichen Treffern durchsucht. Allerdings verzichtet Apple auf einen Startbildschirm, der dem eigentlichen Menü vorgelagert ist. Das spart zwar im Zweifelsfall einen Klick, nimmt aber die Möglichkeit, die anstehenden Termine direkt auf dem Startbildschirm einzublenden.

Bei der Synchronisation zeigt sich dann, dass das iPhone auch ein aufgemotzter iPod ist. Das als Musicplayer für den Rechner gestartete Programm iTunes dient nicht nur zum Aktivieren des iPhones, sondern übernimmt auch den Datenabgleich mit dem Rechner; ob der mit Windows oder Mac OS arbeitet, spielt dabei keine Rolle. Gerade wer einen Apple-Rechner nutzt, wird das zu schätzen wissen, denn bei den meisten anderen Plattformen klappt die lokale Synchronisation allenfalls mit kostenpflichtiger Zusatzsoftware. Für die Synchronisation übers Internet bietet Apple mit MobileMe einen eigenen, kostenpflichtigen Dienst.

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