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Ab in die Cloud

Cloud-Computing: Ein Himmel voller Daten

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Cloud-Computing: Ein Himmel voller Daten
Im Internet gespeicherte Fotos, Musiktitel, Videos und Dateien sind immer zum Greifen nahe. Lesen Sie hier, was Cloud-Computing Privatnutzern bringt und worauf Sie in der Datenwolke achten sollten.

Sind die Bilder der letzten Trekkingtour für die Fotoshow beim Treffen mit Freunden jetzt auf dem Tablet oder dem Laptop gespeichert? Und hat das Smartphone die angesagten Musikhits auf Lager, die einen während der Bahnfahrt unterhalten sollen? Früher war Vertrauen gut, Kontrolle aber besser. Heute geht’s in der Datenwelt entspannter zu.

Wenn’s schnell gehen muss, hat die Cloud die Nase vorn

Wer seine Daten im Internet vorhält, kann trotz der Informationsflut lässig bleiben und auf uncoole Datenchecks verzichten, bevor er aus dem Haus geht. Der passwortgeschützte Zugang zu dem gemieteten Online-Speicher benötigt zunächst einmal nur eine schnelle Internetverbindung und ein Endgerät, das mit einem Webbrowser ausgestattet ist. Das bedeutet: Alle in der „Wolke“, der sogenannten Cloud, abgelegten Dateien sind rund um die Uhr überall auf der Welt, wo Internet verfügbar ist, greifbar. Ob der Anwender dabei gerade den Laptop, das Smartphone oder Tablet

dabei hat oder ob er zu Hause am Computer sitzt, spielt eine untergeordnete Rolle. Cloud-Computing, im Sinne der zentralen Datenhaltung auf Internet-Servern, bringt mehr Komfort ins Datenmanagement und verhält sich zu der lokalen Speicherung wie das Navigationssystem im Auto zu der mühsamen Routenplanung mit dem antiquierten Straßenatlas.

PC, Laptop, Smartphone, Tablet und Co sind auch Speicher

Statistisch betrachtet besitzt hierzulande jeder Internetnutzer drei Endgeräte, Tendenz steigend. Die Folge: Der Abgleich der verschiedenen Datenbestände gewinnt an Bedeutung. Doch Hand aufs Herz: Die meisten Anwender dürften abends oder am Wochenende Besseres vorhaben, als Daten zwischen Laptop, Tablet und Phone hin- und herzuschieben.

Klassische Lösungen wie beispielsweise die zentrale Datenspeicherung im Heimnetzwerk mit einem NAS (Network Attached Storage)-System kosten zunächst einmal auch Zeit und Geld. Zudem ist Know-how gefragt, wenn der Fernzugriff auf den zentralen Speicher unterwegs via Smartphone gewünscht wird. Doch auch die Konfiguration einer Synchronisationssoftware für den fehlerfreien Abgleich zwischen Smartphone und PC klappt nicht immer auf Anhieb. 

Stets auf dem neuesten Stand

Im Cloud-Computing-Zeitalter löst sich das Sync-Problem sozusagen in Luft auf. Wer seine Fotos, Videos, Songs und Dokumente konsequent auslagert, stellt ohne weiteres Zutun sicher, dass die abgerufenen beziehungsweise heruntergeladenen Dateien stets dem neuesten Stand entsprechen. Und das unabhängig davon, mit welchem Gerät der Zugriff auf den persönlichen Online-Speicher erfolgt. Nebenbei bieten professionelle Rechenzentren automatisch einen wirksamen Schutz gegen Datenverlust.

Fotos mit anderen teilen

Viele der oft kostenlos erhältlichen Online-Speicher-Angebote gewähren Freunden den Zugriff auf freigegebene Dateien. Vorteil: Die neuesten Schnappschüsse müssen so nicht mehr als E-Mail mit sperrigem Anhang verschickt werden. Einer im Auftrag der Telekom von TNS Infratest durchgeführten Umfrage zufolge nutzen bereits 13 Prozent der Online-User die Cloud als Plattform für den Datenaustausch.

Fotos sind in der Datenwolke der Renner. 11 % der Webnutzer speichern zudem die Adressen der Freunde online.
Fotos sind in der Datenwolke der Renner. 11 % der Webnutzer speichern zudem die Adressen der Freunde online. ©

Größere Datenmengen wie hochauflösende Fotos oder gar PC-Backups erfordern beim Upload jedoch eine Menge Geduld – es sei denn, man verfügt über eine schnelle  Internetverbindung. Viele Cloud-Anbieter begrenzen die maximale Dateigröße ohnehin auf 2 Gigabyte.

Gute Aussichten für die Wolke

Die Argumente für die Cloud ziehen. Laut der im Mai 2013 durchgeführten Umfrage speichern bereits 23 Prozent der Online-Nutzer Daten auf Internet-Servern. 57 Prozent der Cloud-Community greifen auf ihren Webspeicher auch mit dem Smartphone zu.

Die wichtigste Erkenntnis aber lautet: Safety First. Die Sicherheit der persönlichen Daten ist mit 74 Prozent die mit Abstand wichtigste Cloud-Anforderung. Dahinter folgen die Kriterien einfache Bedienung (57 Prozent) und Preis (53 Prozent).

Kriterien für die Partnerwahl

Cloud-Angebote scheint es so viele zu geben wie Sand am Meer. Neben den amerikanischen Internet-, Hardware- und Softwaregiganten werben auch Spezialisten wie Dropbox, Netzbetreiber und Webhoster um die Gunst der Internetnutzer. Die Entscheidung für den Richtigen fällt da nicht  leicht.

Anhaltspunkte im Blick auf die Datensicherheit können neben einer sicher verschlüsselten  Übertragung aus der und in die Datenwolke auch das Geschäftsmodell des potenziellen Cloud-Partners und der Serverstandort geben. Prinzipiell gilt, dass die Datenschutzbestimmungen des Landes maßgeblich sind, in dem der Cloud-Partner seine Rechenzentren betreibt. In der Europäischen Union und hierzulande hat der Schutz persönlicher Daten einen deutlich höheren Stellenwert als in anderen Ländern. Bei einigen, meist kostenpflichtigen, Cloud-Diensten werden die persönlichen Daten in sicheren Kryptostandards wie AES-256 zusätzlich verschlüsselt auf den Servern abgelegt.

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Wer maximale Sicherheit anstrebt, kann schützenswerte Dateien mit etwas Mehraufwand und Zusatzprogrammen bereits vor dem Upload unleserlich machen und dabei die Informationen zum Entschlüsseln idealerweise für sich behalten. Letztlich bleibt die Wahl des Cloud-Partners jedoch immer auch ein Stück weit Vertrauenssache.

Auf Nummer sicher gehen

Gerade deshalb ist es umso wichtiger, Eigeninitiative zu zeigen. Die Wahl eines sicheren Passworts für den Cloud-Zugang sollte selbstverständlich sein. Ebenso essenziell ist es, vor dem Hochladen kurz zu überlegen, wie kritisch die Daten jeweils sind. So wird man feststellen, dass sensible, nur selten benötigte Dateien auf USB-Speichern, die an einem sicheren Ort verwahrt werden, im Zweifelsfall besser aufgehoben sind als auf dem Server eines nahezu unbekannten Cloud-Newcomers.

Bis zu 25 GB Gratis-Speicher

Für einen erfolgreichen Start in die Wolke reichen die kostenlosen Angebote dicke aus. Dabei ist natürlich auch die Größe des enthaltenen Speicherkontingents relevant. Das Telekom Mediencenter bietet mit 25 GB derzeit am meisten Gratis-Speicherplatz. Ein auf Anhieb einleuchtendes Bedienkonzept, eine selbsterklärende Benutzeroberfläche und eine bei Bedarf kompetente Online-Hilfe ermöglichen selbst weniger versierten Anwendern einen erfolgreichen Start in die Cloud.

Wer  mit der Computermaus und dem Webbrowser umgehen kann, ist ohnehin bereits fit für die Datenwolke. Gerade wer (noch) keinen High-Speed-Internetzugang hat, sollte darauf achten, dass die Webanwendungen schlank programmiert sind und sich durch gute Performance auszeichnen. Es macht einfach mehr Spaß, wenn der Server die gewünschten Dateioperationen zügig umsetzt.

E-Mail-Postfach inklusive

Lösungen, die an ein ebenfalls kostenloses E-Mail-Postfach inklusive webbasierter Adressdatenbank und Kalenderanwendung gekoppelt sind, dehnen die Vorteile der zentralen Datenhaltung auch auf die Korrespondenz und Organisation der Termine und Kontakte aus. Denn in diesem Fall stellt das Internet auch die Mails, Adressen und Kalendereinträge unabhängig vom Endgerät aktuell bereit.

Anmelden und loslegen

Voraussetzung für die Nutzung der Gratispakete ist zum Teil ohnehin ein E-Mail-Konto oder eine Registrierung bei dem jeweiligen Anbieter. Branchengrößen wie Apple, Google, Microsoft und auch die Telekom bieten Gesamtpakete mit Online-Speicher und PIM (Personal Information Management)-Funktionalität in der Cloud an.

Beispielsweise ist der Zugang zu der Telekom Cloud bestehend aus E-Mail- und Mediencenter an eine T-Online-Mailadresse geknüpft. Generell kann sich jeder Interessent kostenlos 25 GB Speicher im Internet reservieren. Die Kunden der Telekom mit DSL-Anschluss oder Mobilfunkvertrag können darüber hinaus auch die E-Mails, Kontakte und Adressen zwischen der Cloud, dem PC und mobilen Geräten auf dem neuesten Stand halten. Der Datenabgleich läuft automatisch im Hintergrund. Für die Vertragskunden der Telekom ist die Synchronisation bereits enthalten, Nichtkunden können diesen Service in den kostenpflichtigen Angeboten buchen.

Kostenpflichtige Angebote

Die ab September für alle Interessenten erhältlichen Varianten der Mail & Cloud-Pakete M für monatlich 4,95 Euro und L für 9,95 Euro bieten unter anderem ein von 1 GB auf 15 GB vergrößertes E-Mail-Postfach und mit 50 GB oder gar 100 GB Online-Speicher mehr Freiraum im Mediencenter. Bei den Vertragskunden werden die Beträge bereits in der Telefonrechnung aufgeführt. Cloud-Kunden können die Gebühren über den Online-Bezahldienst Paypal oder über Kreditkarte entrichten.

Die Cloud im Aufwind

Die Datenspeicherung und Verwaltung der PIM-Daten in der Wolke erst der Anfang sind, zeigt ein Blick auf die Cloud-Nutzung in Unternehmen. Dort stellen die Server des IT-Partners den Mitarbeitern auch Softwareanwendungen zur Miete als webbasierte Services (Software as a Service) bereit. Die zahlreichen Webdienste im Business Marketplace der Telekom verdeutlichen, wohin die Wolke auch im Privatbereich ziehen könnte. Es scheint sicherer als manche Wetterprognose: Die Cloud wird als zentrale, serverbasierte Drehscheibe verstärkt auch Anwendungen bereitstellen und so frischen Wind in die Welt der Bits und Bytes bringen.

 
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