connect conference 2017

So wird 5G die Mobilfunkwelt verändern

Bei der connect conference 2017 wurden große Ideen rund um 5G, Mobilfunk und vernetztes Fahren diskutiert. Hier lesen Sie alles zum Datenaustausch der Zukunft.

connect conference 2017

© connect

Bei der connect conference 2017 wurden die Ideen der Zukunft mit 5G diskutiert.

Stand heute bleibt es dabei: 2020 wird die fünfte Mobilfunkgeneration an den Start gehen. Auch an der Vision hat sich nichts geändert: Die 5G-Netze sollen eine bislang unvorstellbar leistungsfähige Infrastruktur für eine kommunikationsgeprägte Welt bereitstellen, in der Dinge und Menschen im ganz großen Stil Daten drahtlos austauschen werden.​

Jede Menge Diskussionsbedarf 

Doch wie kann 5G von Anfang an ein Erfolg werden? Können die Netzbetreiber die immensen technischen Anforderungen überhaupt rechtzeitig erfüllen? Und welche Geschäftsmodelle werden die nötigen Umsätze bringen? Erste Antworten und Einblicke in den aktuellen Stand der 5G-Technik gab die connect conference, die am 1. Juni in dem Münchner Hochhauskomplex Ten Towers stattfand. Unter dem Motto „The Future of Telecommunications and Services 2017“ beleuchteten hochkarätige Brancheninsider die Mobilfunkzukunft.​

Chance und Herausforderung 

In seiner Keynote erläuterte der Technikvorstand von Telefónica Deutschland, Cayetano Carbajo Martín, dass 5G mit besserer Performance​, mehr Geschwindigkeit und geringen Verzögerungszeiten die in Zukunft erforderlichen Kapazitäten bereitstellen werde. Da die Kosten der Provider derzeit stärker steigen als die Umsätze, sei es wichtig, auch die Wirtschaftlichkeit im Auge zu behalten. Zur Refinanzierung der Investitionen müssten die Netzbetreiber angemessen an den neuen, kostenpflichtigen Services beteiligt werden. Die 5G-Erfolgsfaktoren sind für ihn neben der Qualität und Sicherheit: ein verabschiedeter Standard, der Zugang zu den Frequenzspektren durch die Regulierer und sich selbst optimierende Netze. Geräte und Anwendungen sollten zudem besser an die Infrastruktur angepasst werden.​

connect conference 2017: Event-Video

Quelle: connect
Das war die connect conference 2017 in München.

5G startet nicht auf Knopfdruck 

Martin Bouchard, Netzplanungsstratege und Rollout-Experte der Deutschen Telekom, teilte die Einschätzung seines Vorredners, der von einer evolutionären Entwicklung zu 5G und der Koexistenz mit dem LTE-Netz ausgeht. Die Telekom sieht drei typische 5G-Anwendungsfelder: Kapazität und​ Geschwindigkeit überall (Enhanced Mobile Broadband), die umfassende Vernetzung von Sensoren und Geräten (Massive IoT, Internet of Things) und das taktile Internet, das sich durch hohe Zuverlässigkeit und geringe Verzögerungen (Ultra Reliable & Low Latency) auszeichnet.​

Die sich teils widersprechenden Anforderungen dieser Anwendungsprofile bringt Network Slicing unter einen Hut. Diese essenzielle 5G-Technologie unterteilt eine gemeinsam genutzte Infrastruktur in mehrere, voneinander getrennte „Scheiben“ (Slices). Der entscheidende Vorteil: Die Parameter können in jedem Bereich für sich individuell optimiert werden – zum Beispiel für die drahtlose Robotersteuerung, bei der extrem niedrige Latenzen gefragt sind.​

Bouchard zufolge wird unter anderem der massive Einsatz der Mehrantennentechnik (Massive MIMO), eine effektivere Nutzung der Kapazitäten in den Randbereichen benachbarter Funkzellen (Zellkoordinierung) sowie eine stärkere Einbeziehung der Festnetz​ Festnetz- Ressourcen (Fixed Mobile Convergence), deren Vorstufe mit Hybrid-Routern für LTE/DSL bereits im Markt ist, den angestrebten Leistungsschub bringen.​​

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Vernetzung ist die Zukunft 

Michael Reinartz, Bereichsleiter Innovation bei Vodafone Deutschland, rechnet mit weiterhin rasant steigenden Upload-Datenmengen. In einigen Jahren werde ein Fahrzeug pro Stunde um die 6 GB Daten senden. Für ihn steht außer Frage, dass die Vernetzung das Ding der Zukunft ist und infolgedessen Industrien zusammenwachsen werden. Anwendungen mit geringem Datenaufkommen, niedrigem Energieverbrauch und hoher Ende-zu-Ende(E2E)-Sicherheit werden der Wegbereiter für 5G sein. Zur Umsetzung konkreter NB(NarrowBand)-IoT-Projekte zum Beispiel im Rahmen der Smart-City-Initiative setzt Vodafone verstärkt auf Kooperationen mit Start-up-Unternehmen.​

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