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Netztest Deutschland 2011: Notebook und Daten Bild vergrößern 355 500 http://img1.magnus.de/image-r355x500-C-d7762b80-50307606.jpg © connect
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Netztest Deutschland 2011

Notebook und Daten

Schnelle Datendienste sind die Königsdisziplin der Netze. Welches bietet fortschrittlichste Technik, welches breitflächigsten Ausbau?

Um europäische Datennetze optimal messen zu können, ist seit 2011 besonders hoher Aufwand nötig. Denn seither ist der 3G-Standard in der Dual-Carrier-Variante bei einigen Netzbetreibern im Betrieb, die zwei Frequenzkanäle bündeln kann. Damit sind, wenn Mobilfunkzelle, Datenmodem und der nötige Premium-Vertrag mitspielen, Transferraten von zweimal 21,6 Mbit/s möglich. Für maximal 43,2 Mbit/s musste P3 communications Industrie-PCs mit höchster Rechenleistung ein­setzen, damit diese das Netz nicht ausbremsen. Dass der Aufwand sich gelohnt hat, zeigen die Ergebnisse – zumindest bei einem Netzbetreiber. Hier darf wirklich von Mobile Broadband gesprochen werden.   

Wie im letzten Jahr standen drei Internetseiten auf dem Testprogramm, um neben anbindungsbedingten Schwankungen (Facebook, iGoogle) auch die reine Netzperformance (ETSI Kepler Referenzseite) in die Messungen mit einzubeziehen. Keine Überraschungen bergen die Erfolgsraten, die sehr nahe an denen der Telefoniemessungen liegen. Nur E-Plus zeigt mit knapp 10 % Fehlern, dass das mit Zeitbegrenzung ausgestattete Messsystem wie reale Nutzer mitunter die Geduld verlor. Spitzenreiter ist Vodafone mit 97,7 % Erfolgsrate, dahinter folgt mit 0,5 % Abstand die Deutsche Telekom.

Während ein Mitarbeiter einen der beiden Testwagen steuert, ist ein anderer für die ständige Kontrolle der einlaufenden Daten zuständig.
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Während ein Mitarbeiter einen der beiden Testwagen steuert, ist ein anderer für die ständige Kontrolle der einlaufenden Daten zuständig.

Die liegt wiederum in Sachen Geschwindigkeit bei allen drei Testseiten um je rund eine Sekunde vorn und erreicht Werte, die manchen DSL-Nutzer ärgern dürften. Dieser Effekt setzt sich beim Datei-Download fort: Hier ist die Telekom nur bei einem Drittel der Messungen langsamer als 10 Mbit/s, ein Drittel liegt über rund 16 Mbit/s. Die Bonner scheinen fast flächendeckend Dual-Carrier-Technik einzusetzen. Selbst die Hälfte der Telekom-Datenrate zu erreichen, tut sich der zweitschnellste Vodafone schwer, mit zwei Dritteln der Messungen über 3 Mbit/s liegt er dennoch sehr gut im Rennen und distanziert O2 und mehr noch E-Plus deutlich. Beim Datei-Upload rücken Spitzenreiter Telekom und Vodafone auf hohem Niveau näher zusammen. Bei E-Plus und O2 dauert das Hochladen von Dateien rund doppelt so lang wie beim Primus Telekom. Die Geschwindigkeitsnachteile der Dateitransfers machen sich bei den Youtube-Videotests bemerkbar: 15 % (O2) bis 20 % (E-Plus) nicht erfolgreicher Wiedergaben können den Spaß trüben, aber auch die Telekom und Vodafone erreichen nicht ganz die Zuverlässigkeit der anderen Disziplinen.

Zwischen den Städten zeigen zwei Anbieter unterschiedliche Stärken. Während sich die Telekom mit Spitzen- und Durchschnitts­datenraten auf Topniveau hervortut, hält Vodafone das Mindestniveau höher: Das langsamste Drittel ist mehr als doppelt so schnell wie bei der Telekom. Wer auf zeitnahe Information angewiesen ist, etwa zur Offboard-Navigation, ist bei Vodafone besser aufgehoben. Im zeitlichen Mittel überträgt das Telekom-Netz größere Datenmengen. O2 und E-Plus sind höchstens für Gelegenheitsnutzer interessant.

Fazit

Zunächst muss festgehalten werden, dass die Versorgung mit schnellen Datendiensten abseits der Städte kritisch bleibt. Vodafone liegt mit der Basisdatenrate zwar weit vorn, während die Telekom bei einem Drittel der Messungen Topwerte liefert, von vollflächiger Highspeedversorgung kann außerhalb der Städte aber bei beiden keine Rede sein. In den Städten zeigen die Roten durchgehend gute Performance. Doch vor den Traumergebnissen, die die Telekom in diesem Jahr in fast allen Disziplinen hinlegt, muss Vodafone kapitulieren. Der rosa Riese hat im letzten Jahr nicht nur in den Dual-Carrier-Ausbau von Mobilfunkzellen richtig investiert – ein Netz auf DSL-Niveau ist der Lohn.   



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