So ein großer Touchscreen bietet sich geradezu an zum Spielen - oder zum Lesen. connect hat sich das Playbook geschnappt und ausprobiert, wie das mit dem Tablet von RIM funktioniert.
Auf der Hausmesse Blackberry World hat Blackberry-Erfinder Research in Motion (RIM) noch einmal sein Playbook gezeigt, gleich noch ein Software-Update vorgestellt und connect die Möglichkeit gegeben, mit dem 7-Zoll-Tablet herumzuspielen. Von echten Spieleklassikern über einen gelungenen E-Book-Reader bis hin zu aufwändigen 3D-Games haben wir eine bunte Auswahl an Apps getestet.
Apps fürs Blackberry Playbook
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Die installierten Applikationen fügen sich ins nach Kategorien sortierten Menü ein.
Wenn ein Hersteller ein Spiel als Basisausstattung mitliefert, dann muss das einen Grund haben. In der Tat hat sich EA Sports bei Need For Speed fürs Playbook mächtig ins Zeug gelegt.
Klasse Grafik, intuitive Bedienung über den Lagesensor und ein Spielerlebnis, das die Frage aufwirft: Zählt ein Test dieser App nun zur Arbeits- oder Freizeit? Klar werden Hardcoregamer bemängeln, dass Gangwechsel und Beschleunigung automatisiert ablaufen.
Dafür lassen sich die in verschiedenen Renntypen als Preisgeld erarbeiteten Dollar in jede Menge flotte Flitzer investieren, die dann in der Garage weiter getunt werden können. Seine Stärken kann das Display hier bei der stufenlosen Anpassung der Fahrzeuglackierung beweisen, der Prozessor lässt sich durch nichts aus der Ruhe bringen und sorgt für Spielspaß ohne Unterbrechung.
Muss man überhaupt noch eine Kritik über den Spieleklassiker schreiben, der vor rund 30 Jahren die Spielhallen eroberte? Es geht nach wie vor um bunte Bauteile, die durch geschicktes Drehen ineinandergefügt werden müssen.
Bei Tetris vor Playbook gibt es zunächst 15 Level, wer sich die Finger platt gedaddelt hat, kann mit „Endless“ weiter aufsteigen. Das kennen wir ewig, steigen wir mal bei Level 15 ein. Und sind überrrascht, weil die Blöcke schneller vom Himmel fallen als man gucken kann. Außer den Matrixhelden Trinity und Neon wird das wohl kaum einer schaffen. Oder aber man tastet sich langsam heran.
Das gelingt dank der fast schon intuiten Bedienung recht gut: Die Klötzchen werden mit dem Finger dahin gewischt, wo sie später landen sollen. Unterm Strich ist Tetris für Playbook zwar nichts Neues, aus der Mode gekommen ist der Klassiker trotzdem nicht.
Die Optik von Gravity wars liegt irgendwo zwischen Mamba und Fanta. Was soll dabei schon herauskommen? Was Witziges. Das beginnt mit der Spielbeschreibung: „Das Ziel des Spiels ist einfach … Töte den Feind bevor er Dich tötet“.
Ein wüstes Ballerspiel ist Gravitee Wars dennoch nicht. Viel mehr eignet es sich für den Physikunterricht6, da es ohne Grundkenntnisse in Ballistik kaum klappt – schließlich muss ein Flugbogen berechnet und vorgegeben werden, damit der niedlich dreinblickende Gegner zur Strecke gebracht werden kann.
Das wird umso schwerer als der Feind ein Alien ist und auf einem Planeten sitzt. Folglich wird die Flugbahn von fiesen Gravitationsfeldern beeinflusst: Je größer der Planet, desto höher die Anziehungskraft der Kugel. Klingt spaßig, ist es auch. Fazit: Nette Spielidee, hübsche Umsetzung und gratis – was will man mehr?
Gruselig sieht er aus, der Visitor, der wie alle bösen Viecher, die uns bedrohen, zur Spezies der Aliens zählen. Ihn gilt es in einem grafisch sehr hochwertigen, an Cartoons angelegten Rollenspiel, durch die Welt zu führen. Leider kam der Verfasser dieser Zeilen nicht über den Startbildschirm hinaus, so dass die individuelle Bewertung bei 0 Sternen liegt. Aber vielleicht gibt es ja Gamer mit höherer Intelligenz. Oder einen Programmierer, der nachbessert.
Ein Durchschnittsbürger heißt in Amerika „Average Joe“, also schlüpft man bei Dungeon Joe in die Rolle eines durchschnittlichen Schatzsuchers, der in einem labyrithähnlichen Kerker versteckte Schätze aufspüren muss. Das tut Joe vielleicht ambitioniert.
Da sich die Räume, in denen die zapfdingbatsartig animierten Sächelchen verbergen, bis aufs Haar ähneln, hält sich der Spaß in Grenzen. Plötzlich ist das Spiel aus unerfindlichen Gründen auch vorbei. Macht nix, kann man sich Besserem zuwenden.
Simple Synth heißt ein kleines Synthesizer-Tool, das 3 Oktaven umfasst und 4 Settings. Eigentlich ein netter Gag, da das Tool die wirklich guten Lautsprecher des Playbook nutzt. Die Tastenabstände taugen aber wenig bis gar nichts, was der Klaviatur geschuldet ist, die eben 3 Oktaven unterbringen muss. Langfristig wird die App wohl nicht auf vielen Playbooks bestehen können, einen kurzen Test ist sie aber wert.