Navigation: Ganz neue Einsichten aus Norwegen

Das "3-D-City-Modell"

Laut Reinhold Tritschler, bei Blom Direktor Business Development und Vertriebsleiter Deutschland (siehe Interview), sind verschiedene "Levels of Details" denkbar. Das bedeutet, dass sich die 3-D-Ansichten und Gebäudefassaden fotorealistisch, aber auch ganz einfach gestalten lassen - je nach Anforderung und verfügbarem Speicherplatz.

Schrägbild Brandenburger Tor Blom ASA

© Fotos: Blom ASA

Komplex: Jedes Gebäude muss aus vier Richtungen von schräg oben fotografiert werden

Der Wiedererkennungswert solcher Straßenzüge, Gebäude, Fassaden und Formen ist in jedem Fall sehr hoch. Für Autofahrten und die Routenführung mag dies vielleicht nicht entscheidend sein, solange die sonstige Routenführung klappt. Trotzdem vereinfachen die realistischen Darstellungen die Zielfindung ungemein. Und die Blom-Ansichten bieten noch mehr.

Das Stichwort lautet "Navigation in Städten und Innenräumen". Schon länger entfernen sich die Anbieter ja vom reinen Auto-Navigationssystem. Das Navi kennt heute nicht mehr nur den rechten Weg, es sorgt auchfür Musik, zeigt Fotos, spielt Videos ab, fungiert als Freisprechanlage oder agiert als multimedialer Reiseführer.

Das Gerät wandelt sich also vom Pfadfinder für die Autofahrt zum ständigen Begleiter. Warum also fremde Städte nicht zu Fuß und mit dem Navigationssystem in der Hand entdecken? Auch für diese Anforderungen rüstet sich Blom bereits.

Navigation in Innenräumen

Schrägbild Blom ASA

© Archiv

Luftansichten von Blom gibt es auch online unter www.blomurbex.com

Reinhold Tritschler ist überzeugt davon, dass mobile Anwendungen in Städten die Zukunft der Navigation darstellen. So ist es denkbar, dass die Norweger künftig nicht allein Außenaufnahmen anbieten, sondern auch Innenraumansichten für Navigationssysteme.

Man könnte sich also erst vom Navi bis zum Parkplatz leiten lassen und dann mit dem mobilen Alleskönner als Reiseführer durchs Museum - die Zusammenarbeit mit Museen wie dem Louvre in Paris oder dem Deutschen Museum in München vorausgesetzt. Auch Kooperationen mit Hotels oder Restaurants wären denkbar - alles wäre interaktiv verknüpft.

Das allerdings ist momentan Zukunftsmusik. Schrägluftbilder und 3-D-Modelle von Blom dagegen könnten schon bald selbstverständlich werden. Nicht die schlechtesten Aussichten.

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