Florian Stein

11. Mai 2010
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Ratgeber für den Notebook-Kauf

Worauf man beim Kauf eines neuen Notebooks achten sollte

Neue Techniken verändern die Notebook-Welt. connect sagt, worauf man beim Notebook-Kauf achten sollte und wo Windows Vista, HDMI und Co. ihre Fallen stellen.

Welcher Prozessor hat die meiste Power, wie viel Arbeitsspeicher braucht Windows Vista und welche Rolle spielt die Festplatte? Die Zeiten, als der Prozessor der Flaschenhals für die Datenverarbeitung im Notebook war, sind lange vorbei.

Die aktuellen Intel-Core-2-Duo-CPUs bieten dem normalen Anwender mehr als genug Leistungsreserven; für einfache Tätigkeiten reicht unter Windows-XP schon ein älterer Pentium-M-Prozessor oder sogar ein eher schwachbrüstiger Intel-Celeron. Doch die Core Duos und die neueren Core 2 Duos haben auch jenseits der Rechenleistung ihre Vorteile.

Da sie äußerst effizient arbeiten und ausgefeilte Stromspar-Mechanismen einsetzen, bieten Sie mehr Leistung bei geringerem Stromverbrauch, was auch weniger Abwärme zur Folge hat. Hinzu kommt, dass die Doppel-Prozessorkern-Technologie für einen entspannten Rechneralltag sorgt, indem sie Rechenaufgaben auf zwei Prozessorkerne verteilt.

Während etwa der Virenscanner den einen Kern mit seiner Suche nach Schädlingen voll auslastet, steht der zweite für andere Aufgaben zur Verfügung. Dadurch reagiert der Rechner trotz Schwerstarbeit des einen CPU-Hirns so schnell und unmittelbar wie ein Sprinter beim Startschuss. Wenn es das Budget zulässt, ist ein aktueller Core 2 Duo-Prozessor also unbedingt empfehlenswert.

Auch Intels Erzrivale AMD hat mit dem Turion 64 X2 einen Zweikern-Mobile-Prozessor im Angebot. Dieser hat aber einen höheren Stromverbrauch als Intels Core-2-Duos bei gleichzeitig geringerer Leistung und wird daher eher selten von den Notebookherstellern verbaut.

Deshalb hat AMD vor einigen Wochen eine ehrgeizige Roadmap vorgestellt: Der neue AMD-Prozessor mit dem Codenamen "Griffin" und der zugehörigen Mobile-Plattform "Puma" soll Intel die Vorherrschaft im Notebookmarkt streitig machen. Mittelfristig will AMD sogar Chipsatz, CPU und GPU (Grafikprozessor) auf einem Chip fusionieren, wovon man sich enorme Stromspar- und Leistungsvorteile verspricht.

Auch wenn es bis zur Serienreife noch etwas dauern wird, sollte man das beim Notebook-Kauf im Kopf haben. Denn wenn AMD mit der neuen Plattform auf den Markt kommt, dürfte Intel wiederum die Preisschraube nach unten drehen - Warten kann sich also auszahlen.

Beim Arbeitsspeicher gilt seit Vista ein neues Limit: Weniger als 1024 Megabyte (also 1 GB) Arbeitsspeicher sollten es nicht mehr sein. Notebooks mit 512 MB RAM eigenen sich noch für Windows XP oder Linux; unter Vista jedoch bremst zu wenig RAM nachhaltig. Immerhin: RAM lässt sich auch bei einem Notebook nachrüsten.

Wie beim Prozessor gilt aber auch hier, dass die Anforderungen je nach Aufgabe unterschiedlich ausfallen: So wie ersterer heute nur noch bei High-End-Anwendungen ins Schwitzen kommt, sind auch beim Arbeitsspeicher mehr als zwei Gigabyte nur für Grafiker oder anspruchsvolle Spieler nötig.

Die Festplatte wiederum wird nicht nur durch aufwendige Arbeiten wie Video-Rendering, sondern auch durch den Windows-Start oder das Kopieren großer Dateimengen belastet. Hier hilft ein Blick in die connect-Tabellen: Dort finden Sie Angaben zur Zugriffszeit, die unter anderem beim Windows-Start eine Rolle spielt, sowie zu den Datenübertragungsraten, die beim Kopieren großer Dateimengen entscheidend sind.


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