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Das Prinzip von OSM
Nun hat sich eine weltweite und wachsende Gemeinschaft dem Ziel verschrieben, eine für jedermann nutzbare Kartenbasis zusammenzufügen, für Autofahrer ebenso wie für Wanderer, Radfahrer oder Skipper. Mit unglaublicher Detailtiefe und – man glaubt es nicht – gratis.
Das globale Projekt wurde in Großbritannien gegründet und besteht inzwischen aus einer Unzahl von nationalen und auch regionalen Unterprojekten. Es heißt OpenStreetMap, kurz OSM. OSM gehört also seinen Nutzern. Das Projekt veröffentlicht seine Karten unter der Creative-Commons-Lizenz cc-by-sa, die die freie Verwendung privat wie kommerziell erlaubt.
Seit 2006 wird OSM von der OpenStreetMap-Foundation unterstützt. Sie bezeichnet sich ausdrücklich nicht als Eigentümerin von OSM, sorgt aber mit den Bemühungen um Spenden für dessen Fortbestehen. Sie ist gleichzeitig Inhaberin der projekteigenen Domain.
Zu ihrem Glaubensbekenntnis gehört es, dafür Sorge zu tragen, dass die geografischen Daten von OSM auch in Zukunft jedem jederzeit ohne Entgelt zur Verfügung stehen. Die Foundation trifft sich einmal jährlich, um den Zustand der Karte einzuschätzen, die Finanzierung zu überprüfen und ihren Vorstand zu wählen. Beitreten kann jeder.
Die Mapper bauen die Karte
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Übungsmodus inklusive: Für Einsteiger empfiehlt sich der Online-Editor Potlatch
Übungsmodus inklusive: Für Einsteiger empfiehlt sich der Online-Editor Potlatch
Die OSM-Weltkarte basiert zunächst auf sehr lückenhaftem Material, das kostenlos von unterschiedlichsten Organisationen weltweit zur Verfügung gestellt wurde. Die eigentliche Kartierungsarbeit leisten massenweise begeisterte Freiwillige, die sogenannten "Mapper". Sie wurden nicht rekrutiert, sondern haben sich von der OSM-Idee online begeistern lassen und machen einfach mit. Denn mitmachen darf jeder.
Die Mapper ziehen meist durch ihre direkten Wohnumgebung und erfassen alles, was auf Karten normalerweise zu sehen ist: Straßen, Gewässer, Schienen, Häuser. Dabei machen sie sich moderne Digitaltechnik zunutze, die viele sowieso schon mit sich herumtragen und die in der Lage ist, Routen aufzuzeichnen (sogenannte Tracks) und diese dann als Datei abzuspeichern.
Egal, ob das ein iPhone 3G ist, ein Offroad-Navi von Garmin, ein GPS-Logger oder ein Notebook mit GPS-Anbindung: Für alle gibt es kleine Programme, die, wenn man unterwegs ist, aufzeichnen, wo man war und welcher Spazierweg, welche Straße oder welcher Fluss wo und wie verläuft.
Zu Hause (oder schon unterwegs) werden diese geografisch erfassten Daten auf die OSM-Server hochgeladen und schließlich in die Weltkarte eingefügt.