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Neuer Notebook-Trend Das steckt hinter dem Label Ultrabook

An sein neues Label Ultrabook knüpft Intel hohe Maßstäbe. Wir erklären, welche das sind und was die neuen Kompaktrechner von herkömmlichen Notebooks unterscheidet.
Alles Ultra? © Anbieter

Einzig der vorwiegend metallisch gehaltene Look ist keine Vorgabe, und dennoch inzwischen zu einem optischen Wesenszug der Ultrabooks geworden. Die flache Bauhöhe von maximal 18 Millimetern für Modelle mit einer Displaygröße kleiner 14 Zoll und maximal 21 Millimetern bei größeren Displays ist dagegen zwingend, wenn sich ein Hersteller das Ultra-Label für sein Gerät sichern möchte. Ebenso das maximale Gewicht von 1,4 Kilogramm.

Die Akkulaufzeit darf im normalen Betrieb fünf Stunden nicht unterschreiten, die Empfehlung seitens Intel liegt bei acht Stunden. Die schnelle Betriebsbereitschaft, wie wir sie von den Tablets kennen und schätzen gelernt haben, liegt auf einem Level, der derzeit von Notebooks noch nicht erreicht wird. Intel erwartet die Rückkehr eines Ultrabooks aus dem Hibernate-Modus – einem Ruhezustand, in dem noch weniger Energie verbraucht wird als im normalen Standby – in maximal sieben Sekunden.

Die Mutter aller Ultrabooks: Mit den kompakten Rechnern greift Intel einen Trend auf, der von Apple mit dem Macbook Air begründet wurde © Hersteller
Die Mutter aller Ultrabooks: Mit den kompakten Rechnern greift Intel einen Trend auf, der von Apple mit dem Macbook Air begründet wurde
Möglich wird das unter anderem durch die von Intel in die Plattform integrierte Rapid-Start-Technologie. Zum anderen zeichnet hierfür der gegenüber herkömmlichen HDD-Laufwerken teurere, aber wesentlich schnellere Flash-Speicher verantwortlich, sodass dieser entweder ausschließlich verbaut wird, zumindest aber als Hybrid aus schnellem Flash- beziehungsweise SSD- und günstigem HDD-Speicher.

Prozessoren

Mit den aktuell auch in normalen Notebooks eingesetzten Intel-Core-Prozessoren der zweiten Generation wurden insbesondere die 3-D-Grafikfähigkeiten verbessert, wodurch nicht nur 3-D-Spiele auf mobilen Rechnern ein neues Niveau erreicht haben, sondern auch die Geschwindigkeit multimedialer Anwendungen und die professionelle Bildbearbeitung. In den Ultrabooks kommen spezielle Low-Volt-Prozessoren zum Einsatz. Gegenüber dem in den ersten, seit Herbst 2011 ausgelieferten Ultrabooks verbauten Prozessor mit dem Codenamen Sandy Bridge verspricht der für die kommenden Monate erwartete Prozessor Ivy Bridge weitere Verbesserungen von CPU und Grafikprozessor, die dem Akku bei ansonsten gleicher Geräteperformance 45 Minuten mehr Laufzeit bescheren sollen. In Verbindung mit Windows 8 wird auch der Einsatz von Touchscreens erwartet.

Die für 2013 vorgesehenen Haswell-Chips sollen den Energieverbrauch gegenüber den derzeitigen Sandy-Bridge-Prozessoren noch einmal um die Hälfte reduzieren, ein besonders niedriger Verbrauch im Ruhezustand würde dann mehr als zehn Tage abseits jeder Steckdose ermöglichen.

Technologien

Neben der erwähnten Rapid-Start-Technologie, die sogar den normalen Systemstart in weniger als zehn Sekunden erlaubt, setzt Intel weitere Verfahren für die Steigerung der Effizienz und Sicherheit ein. So erlaubt der Turbo Boost den  Prozessoren für bestimmte Rechensituationen gezielt eine kurzfristige Übertaktung, während das Hyperthreading jeden Prozessorkern in die Lage versetzt, gleichzeitig zwei Rechenstränge (Threads) auszuführen anstatt nur einen, wodurch insbesondere bei Latenzzeiten innerhalb einer Berechnung jeder Taktzyklus genutzt werden kann.

Ein aktueller Vertreter der Ultrabooks: Dell XPS 13 © Hersteller
Ein aktueller Vertreter der Ultrabooks: Dell XPS 13
Immer in Verbindung lautet das wieder etwas weniger technisch klingende Credo der Smart-Connect-Technologie, dank der in Netzwerknähe auch bei zugeklapptem Display der Nachrichtenempfang aktiv bleiben soll. Die Anti-Theft-Technik ist bereits seit Längerem in den Tiefen des Systems integriert und ermöglicht die Ferndeaktivierung eines Notebooks nach Diebstahl oder Verlust. Der Aufbau einer Infrastruktur in Deutschland mit geeigneten Providern ist erst noch im Gange.

Aussichten

Intel plant in den kommenden Jahren die Investition von 300 Millionen US-Dollar in Unternehmen, die die Entwicklung der in den Ultrabooks eingesetzten Technologien  vorantreiben. Hierzu zählt auch die Integration zahlreicher Mess-Sensoren wie Accelerometer, Kompass, GPS und Gyrometer.

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Nach dem Always-On-Prinzip sollen künftige Ultra­books ähnlich wie Tablets mit dem Aufklappen sofort einsatzbereit sein. Die Technologie Always-Connected verspricht die permanente Aktualisierung von Informationen und Nachrichten, selbst im Tiefschlaf. Auch für die höhere Geräte- und Datensicherheit hat Intel Kooperationen manifestiert. Letztlich steht bei allen Planungen die stetige Erhöhung von Sicherheit und Effizienz bei weiter sinkendem Energieverbrauch im Fokus.

 

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