Wer vorsichtig mit Strahlung umgehen will, kann beim Kauf eines Handys oder Smartphones auf einen niedrigem connect-Strahlungsfaktor achten. Der wird aus dem SAR-Wert und der Sendeleistung ermittelt.
Die Handyhersteller müssen für Ihre Geräte den SAR-Wert angeben, der nach einem europaweit einheitlichen Standard gemessen wird. Doch der SAR-Wert ist nur die halbe Wahrheit. Wichtig ist auch die effektive Sendeleistung, die für die Kommunikation mit der Basisstation zur Verfügung steht und nicht vom Kopf absorbiert wird oder durch ein schlecht konstruiertes Handy verloren geht. Denn weist das Mobiltelefon schlechte Sendeeigenschaften auf, wird es vom Handynetz angewiesen, in eine höhere Sendeleistungsstufe zu wechseln, und strahlt demnach stärker. Aus diesem Grund misst das connect-Labor die effektive Sendeleistung.
So testen wir
Zum Messen der effektiven Sendeleistung werden die Handys an einem künstlichen Kopf montiert, anschließend wird in der HF-Kabine ein Gespräch aufgebaut. Aus dem SAR-Wert und der Sendeleistung errechnen die Ingenieure den Strahlungsfaktor. Werte unter Null kennzeichnen überdurchschnittlich strahlungsarme Handys, über Null liegen die überdurchschnittlich starken Strahler.
Da kommt alles zusammen: Das derzeit beste Smartphone ist gleichzeitig auch das strahlungsärmste. Was das Galaxy Note so gut macht? Nicht allein die riesige Ausstattung und der 5,3 Zoll große Touchscreen. Auch in Sachen Klang beim Telefonieren und der Ausdauer mit rund 9:40 Stunden Dauerbetrieb lässt das Note die Konkurrenz hinter sich.
Die für den Strahlungsfaktor mitentscheidende Sende- und Empfangsqualität liegt auf hohem Niveau, der SAR-Wert ist bereits sehr niedrig. Da profitiert das Galaxy Note sicher auch von seiner Größe (147 x 85 x 10 mm). Auf die muss man sich natürlich auch erst einmal einlassen, für die Hosentasche taugt das Note nicht wirklich.
Auch das Samsung Galaxy Nexus ist ein ausgewachsenes Smartphone mit sehr guter Ausstattung, das allerdings in Sachen Ausdauer nicht recht überzeugen kann. Dafür fällt es mit seinem 4,4-Zoll-Touchscreen etwas kompakter aus und ist ähnlich strahlungsarm wie das Galaxy Note.
Grund für den guten Strahlungsfaktor: Der SAR-Wert fällt mit 0,303 W/kg gering aus, die Sende- und Empfangsqualität ist gleichzeitig auf einem guten Niveau.
Das Sony Ericsson Xperia Play ist gut ausgestattetes Android-Smartphone und gleichzeitig eine Spielekonsole. Das Playstation-Smartphone verfügt über ausziehbare Steuerungselemente, wie wir sie von der Playstation Portable kennen.
Das Xperia Play hat bereits ein Jahr auf dem Buckel und wird momentan entsprechend günstige verkauft. Mit Preise um 250 Euro ohne Vertrag ist as Play das günstigste Smartphone in den Top 5 und unser Preistipp. Der Strahlungsfaktor ist auf gutem Niveau und nur wenig schlechter als beim Samsung Galaxy Nexus.
Für den gleichen Preis wie das Xperia Play gibt's das Samsung Galaxy 551. Das ist deutlich einfacher ausgestattet, bietet nur einen 3,2 Zoll großen Touchscreen, passt dafür aber auch bequem in die Hosentasche.
Mit 16 Millimetern fällt es allerdings nicht so dünn aus wie aktuelle Smartphones. Der Grund: Das Galaxy 551 verfügt über eine ausziehbare Qwertz-Tastatur. Die Sende- und Empfangsqualität ist hier auf gutem Niveau, die drei davor platzierten Kandidaten schneiden allerdings doch ein Stück besser ab. Insgesamt ein gutes Mittelklasse-Smartphone.
Das LG Optimus 3D bietet hierzulande als erstes Smartphone ein Display, das Spiele, Videos oder Teile des Menüs in 3D-Darstellung anzeigt. Eine Brille ist dafür nicht nötig.
Etwas klobig ist es schon, der Nachfolger LG Optimus 3D Max ist deutlich kompakter. Trotz durchschnittlicher Sende- und Empfangsqualität kommt das Smartphone auf einen guten Strahlungsfaktor.
Beim Samsung Galaxy Note kommt wirklich alles zusammen: Das Riesen-Smartphone mit 5,3-Zoll-Touchscreen dominiert nicht nur die Smartphone-Bestenliste von connect, sondern zeigt im Test gleichzeitig den niedrigsten und damit besten Strahlungsfaktor. Der Durchschnitt über alle getesteten Modell liegt bei einem Strahlungsfaktor von 0,0.
Das Galaxy Note liegt bei -0,76. Das liegt zum einen am niedrigen SAR-Werte, zum anderen ist das Android-Smartphone aber auch bei der Sende- und Empfangsqualität top. Es spricht also alles fürs Galaxy Note und doch wird das Mini-Tablet sicher nicht für jeden die richtige Wahl sein. Da wäre zum einen der Preis. Der liegt im Handel bei Angeboten ohne Vertrag bei rund 460 Euro. Außerdem ist die schiere Größe (147 x 85 x 10 Millimeter) sicher für viele ein Ausschlusskriterium. Um das Samsung Galaxy Note in der Hosentasche zu transportieren, dürfen die Hosen nicht allzu eng ausfallen.
Der Preistipp: Sony Ericsson Xperia Play
connect-Strahlungsfaktor: -0,67
Auf Platz drei im Ranking der strahlungsärmsten Smartphones liegt das Sony Ericsson Xperia Play. Das ist ein sehr gut ausgestattetes Android-Smartphone mit 4-Zoll-Touchscreen. Und gleichzeitig, der Name deutet es an, handelt es sich um eine mobile Spielekonsole. Das Xperia Play ist das erste Playstation-Smartphone und bietet zur Steuerung der Spiele eine ausziehbare Tastatur, die all die Bedienelemente bietet, die wir von der Playstation Portable kennen.
Vor einem Jahr ging die Konsole an den Start und kostete damals 600 Euro. Mittlerweile ist der Preis auf 250 Euro gefallen. Wer ein günstiges strahlungsarmes und doch hervorragend ausgestattetes Smartphone sucht, bekommt hier jede Menge fürs Geld. Wer mit Gaming nichts am Hut hat, kann die Playstation-Funktion einfach links liegen lassen.